mago 
mastodon 4.7.3-stable+ff1Meinungen und Ansichten eines Zeitzeugen der #Klimakrise und der 'Machtergreifung' der #AfD.
"Wissen Sie, das große Problem ist, dass man Hitler als absolut böse darstellt."-2026-Edition
(Ich wollte die Hitler-, NSDAP- und Faschismusvergleiche mit der AfD eigentlich lassen, aber es passt hier zu gut.)
Die Agenda von Welt/Springer ist es, die AfD koalitionsfähig zu machen und zeitgleich die Brandmauer der Union einzureißen. Diese Buchvorstellung/Interview trifft dabei genau diesen Nerv.
Höcke habe "sympathische Seiten", sei kein Monster, sondern ein Phänomen. Weidel wird als rätselhaft-komplex geframed, nicht als radikal. Die AfD-Wähler seien laut seiner These schlicht die normale Mehrheit.
Gleichzeitig wird die Brandmauer delegitimiert: In dem Fleischhauer sagt, die AfD werde bekämpft statt analysiert und das als intellektuell unredlich bezeichnet, trifft der Vorwurf strukturell auch die CDU-Position.
Der Interviewtext ist dabei kein reines AfD-Plädoyer, sondern das Wegräumen "intellektueller" Hindernisse, die einer Koalition im Weg stehen.
Deutschland boykottiert doch noch die Fußballweltmeisterschaft in den USA. Bravo!
Nach dem Anschlag auf den CSD zeigt sich wieder: Unter den vielen Motiven, die Israel-Propagandisten antreiben, ist ein zutiefst sitzender Rassismus gegenüber Muslimen eines der größten. Israel bietet den Akteuren, vor allem aus dem Umfeld von CDU, FDP und Grünen, ein Schutzschild, um diesen Rassismus ausleben zu können, ohne sich in die politische Nähe der AfD bewegen zu müssen.
Entlarvend ist dabei nicht nur die Vereinnahmung des Leids für propagandistische Zwecke, sondern auch genau diese Doppelmoral: Islamistisch motivierten Terrorismus abzulehnen, während man zionistisch motivierten Terror in Form von Siedlerkolonialismus, Kriegsverbrechen und ethnischen Säuberungen durch die IDF verteidigt.
Die Opfer werden dabei ihrer queeren Identität beraubt. Plötzlich redet selbst Merz von einem Angriff auf "uns alle" und "unsere Art zu leben", derselbe Merz, der "diesen Zirkus" gerne abschaffen würde. Was für die Propagandisten zählt, ist nicht, wer die Opfer waren, sondern welche verwertbaren Merkmale der Täter für ihre Agenda mitbrachte.
Der Fachkräftemangel zeigt sich am deutlichsten an der Union.
Ich habe jetzt lange nachgedacht und bin die Kabinette bei Wikipedia durchgegangen, wer denn der letzte kompetente Minister gewesen sein könnte. Ich bin dann irgendwann in den 90ern bei Klaus Töpfer gelandet, der gegen die Industrielobby tatsächlich einen grundlegenden Umweltstandard (Verpackungsverordnung) durchsetzen konnte.
Ich meine mich erinnern zu können, dass er hat keinen Skandal und keine strukturelle Katastrophe hinterlassen hat. Irgendwie verrückt, dass die Union immer noch gewählt wird.
Wer war denn für euch der letzte kompetente Minister/Ministerin?
Das Gute an den aktuellen Sonntagsfrage zur Bundestagswahl ist, dass es keine weitere Wählerwanderung zu den Rechtspopulisten/Rechtsextremisten gibt.
Lediglich eine (erwartbare) Radikalisierung ist festzustellen durch die Wählerwanderung von Union zur AfD. Es sollte daher auch bald im Interesse der Union sein, die AfD zu verbieten - falls sie überleben möchte.
Und damit guten Morgen, schönen Start in die angenehm "kühle" Woche.
Wenn ich mir Kommentare in den großen deutschen Medien oder von Politikern der "Mitte" so durchlese, glaube ich, dass es wahrscheinlicher ist, dass wir die 50.000 Flüchtlinge hinrichten, als dass nur einer davon außerhalb Spaniens Aufenthaltsrecht erhält.
"Dieter Nuhr ist keine Gefahr", behauptet die rechtspopulistische Aktivistin Anna Schneider bei der Welt. Und tatsächlich stimme ich ihr zu!
Die Welt, also die reale und nicht das Schmierblatt, muss ein paar alte weiße Boomer mit ihren anti-feministischen, anti-progressiven und subtil rassistischen Takes aushalten.
Die eigentliche Gefahr ist, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk absolut kein Problem darin sieht, solchen Menschen eine Bühne zu bieten.
Und aus einer falschen Angst vor einem rechten Shitstorm von Menschen, die sowieso keinen ÖRR konsumieren, toleriert man lieber die Normalisierung solcher Meinungen, indem man sie ohne Konsequenzen gewähren lässt. Dieter Nuhr wird diese Grenzen weiter austesten, weil man ihn lässt.
Die "bürgerliche Mitte" geht immer Hand in Hand mit den Faschisten um das Kapital zu schützen.
Der Streamer "Dracon" hat sich das 3000 Seiten AfD Gutachten der GFF reingezogen und ein Video dazu gemacht.
Waldbrände in Südeuropa - In Deutschland brennt es (zum Glück) nur im Kanzleramt. Der Spiegel spekuliert auf eine Rebellion gegen Merz nach den Landtagswahlen.
Sehr lesenswerter Artikel in der junge Welt von gestern:
"Autoritäre Bewegungen sind »konformistische Rebellionen« (Adorno): Sie reagieren auf Bedrohungen der vorgestellten Normalität und versuchen, diese wiederherzustellen. Sie nehmen nicht wie der Faschismus die Demokratie als solche als Problem wahr, sondern deren Pervertierung durch eine angebliche Diktatur des »linksgrünen Establishments«. Dagegen will der Faschismus nicht die Demokratie autoritär wiederherstellen, sondern in einem faschistischen Umsturz abschaffen."
https://www.jungewelt.de/artikel/526239.theorie-weder-demokratie-noch-faschismus.html
Ich habe es gestern schon mal dazu gepostet. Aber dieser Artikel lässt mich nicht mehr los. Er zeigt für mich perfekt die bürgerliche Ignoranz gegenüber den Problemen in diesem Land und die Komplizenschaft mit Rechtsextremen.
Blome ist dabei ein Sinnbild des Selbstverständnisses wohlsituierter Linksliberaler, die keinerlei Verständnis für die Sorgen und Nöte prekarisierter Menschen haben und sich dann wundern, dass diese die AfD wählen statt "linke" oder bürgerliche Parteien.
Was ist denn die Lösung der Linksliberalen (gemeint sind Grüne und SPD) für die Probleme dieses Landes außer einem AfD-Verbot? Für sie funktioniert der Status quo gut. Viele Grünen-Wähler sind Besserverdiener. Viele SPD-Wähler sind alt und konnten vom starken Sozialstaat der 80er und 90er profitieren. Nichts liegt weiter entfernt als die Lebensrealität von AfD-Wählern, die überwiegend aus einer prekarisierten Arbeiterschaft stammen.
Wer ernsthaft glaubt, den Status quo verteidigen und gleichzeitig den Faschismus bekämpfen zu können, hat den Schuss nicht gehört und macht sich zwangsläufig zum Helfer der Rechtsextremen. Wenn Forderungen, die teilweise nicht mal marxistisch sind, sondern durchaus mal Teil der sozialen Marktwirtschaft waren, heute als radikal gelten, dann ist das nicht nur dumm und fahrlässig, sondern eine böswillige Verschiebung des Overton Windows zugunsten der Rechtsextremen.
Dinge beim Namen nennen. Nichts schafft mehr Glaubwürdigkeit. Eine Lektion, die besonders die deutsche Linke noch lernen muss.
Wahrheiten aussprechen, auch wenn sie unbequem sind und einen reaktionären Shitstorm auslösen.
Wie soll jemand, der das nicht aushält und immer wieder vor der rechten Presse einknickt, glaubhaft die Interessen der Menschen gegen die der Konzerne vertreten?
Ich hab vor ein paar Tagen den Film "Was haben wir gelacht" empfohlen, gerade hab ich Feedback von jemanden dazu bekommen:
"Hey, ich habe heute den Film ... angeschaut.
Mega! Sehr feministisch, ermutigend, teilweise auch traurig, wenn man betrachtet, wie hart gekämpft wurde und wie weit der Weg trotzdem noch ist bzw. wie schwer es in aktuellen Zeiten ist. Ich habe mich zum Teil sehr in den Erlebnissen der Frauen wiedergefunden. Hat mich auch zum Überdenken meines Wegs und meiner heutigen Rolle gebracht."
(Ich war selbst noch nicht drin, steht aber definitiv noch auf meiner To-do-Liste.)



