@StefanMuenz@social.vivaldi.net Andere können das viel besser erklären als ich das je könnte.
Und ich muss eine Warnung vorweg schicken: Wer in diesen Kaninchenbau hinabsteigt, verliert jeglichen eventuell noch vorhandenen Rest-Respekt vor unserem Kanzler-Darsteller und seinen Minions.
Die Antwort findet sich in der Monopoly-Spielanleitung. Kein Scherz!
In der gleichen Art und Weise kann die EZB jeden Geldbetrag erzeugen, der gerade gebraucht wird - sofern die europäischen Regierungen ihr den entsprechenden Auftrag geben. Das ist der Wesenskern von Fiat-Geld (Fiat wie in der Bibel: »Fiat Lux« "Es werde Licht" → "Es werde Geld")
Es ist sogar, wenn man genau hinschaut so, dass die Bundesregierung erst dann Steuern einnehmen kann, wenn vorher Geld ausgegeben wurde. Und ja, Privatbanken spielen da auch noch mit, aber auch deren Verhalten hängt an der Zentralbank und deren Zinssätzen, so dass da kein unüberwindlicher Konflikt entsteht.
Deshalb zählt die Ausrede nicht, dass kein Geld da sei. Das Geld ist nicht da, weil die Bundesregierung es nicht ausgibt, bzw. es so ausgibt, dass es bei Vermögenden landet und nicht im allgemeinen Wirtschaftskreislauf.
Die Widersprüchlichkeit des Regierungshandelns kann man sich auch klarmachen, wenn man schaut, wofür zu jeder Zeit jede praktisch beliebige Menge Geld da ist: um Banken zu retten, fossile Konzerne zu stützen, Rüstungsgüter zu kaufen und Unternehmenssteuern zu senken.
Es gibt keine Notwendigkeit im Sozialen zu sparen - es ist eine bewusste Entscheidung das zu tun. Und das, obwohl es wirtschaftlich sehr viel sinnvoller wäre, in Soziales zu investieren.
Aber dazu muss man dann noch in die Quatsch-Hölle hinabsteigen, die Milton Friedman und Friedrich August von Hayek sich mit ihrem Neoliberalismus aus den Fingern gesaugt haben, was hier zu weit führte.