@andree4live@mastodontech.de @adfichter@infosec.exchange @republik_magazin@republik.social @woz_dev@tooting.ch beim Gedanken machen hilft dir eine tiefergehende Recherche. Das mit Proton hat mehrere Facetten. Proton ist nicht sicherer oder unsicherer als andere Anbieter, jedenfalls nicht in der Kommunikation mit anderen Mailservers, a. z. B., wenn man an eine gmail-Adresse schreibt. Was du wahrscheinlich gelesen hast, ist dass Proton durchaus mitlesen könnte, was an deine Adresse geschrieben wird, nämlich in dem Moment, in dem es auf ihrem Server ankommt und bevor sie den Inhalt verschlüsseln. Sie versprechen es nicht zu tun. So, wie sie es auf ihrer Website versprechen, klingt es danach, als klnnten sie oder andere gar nicht mitlesen, aber das ist technisch unmöglich¹. Was du auch noch gelesen haben könntest, ist, dass Proton seine Server ins «Ausland» umzieht. Einerseits waren ein Teil der Server schon immer nicht in der Schweiz, andererseits sind die Datenschutzbestimmungen in der Schweiz nicht in Übermassen Endbenutzerinnen-freundlich, insbesondere nicht freundlicher als im nahegelegenen Umland; «Swiss Data privacy/security» ist ein eher wenig-aussagender bis hohler Begriff.
Warum trotzdem Proton: die Daten sind verteilt, nicht bei «BigTech»² hinterlegt³, Protonmail hat ein für mich ansprechendes und funktionelles Design und Layout, gute Funktionen und sie setzen sich für ihre Kunden ein. Die einzelnen anderen Mailanbieter können das mitlesen, was an ihre Server gerichtet ist, aber eben nur das und alles andere jeweils nicht, ausser es wird ihnen von ihren Partnern zugespielt.
Ich habe etwas vergessen, das ich noch erwähnen wollte…
¹: hier hilft PGP, aber das ist Verschlüsselung vor dem Hochladen und Entschlüsselung nach dem Herunterladen, es braucht also meines Wissens zwingen offline-Clients, wie Thunderbird oder Outlook.
²: ausser man bezahlt seinen Proton-Account mit Visa oder MasterCard oder einem sonstigen grossen Anbieter.
³: die Kommunikation mit diesen können sie trotzdem mitlesen, s. oben.