Erdrandbewohner
Inhaber einer Siegerurkunde der Bundesjugendspiele 1985.
Multispektröser Dysnormalist
Die Gründe, warum ich mich auch heftig krank auf die Arbeit schleppe und den Arztbesuch vermeide, bis es nicht mehr anders geht?
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Mein ausgeprägtes Pflichtempfinden meinen Kollegys gegenüber, die dann meinetwegen eine massive Mehrbelastung haben.
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Vermeidung des für mich (nicht nur im Krankheitsfall) äußerst belastenden Sozialkontakts bei der Anmeldung und im engen Wartezimmer. Dort auch Überreizung durch viele viele Personen, grellem Licht, Geräusche, Gerüche, unklare Wartezeiten usw.
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Vermeidung der von Missverständnissen und Kommunikationsschwierigkeiten geprägten Arzt-Situation. Somit Stressvermeidung
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Gerade wenn ich krank bin, habe ich keine Kapazitäten für unterschwellige soziale Signale durch die Teamleitung bei der Krankmeldung.
Hihi, es scheint echt halbwegs normal zu sein, das Autistys Freund*innen haben, die für sie auch die Funktion eines sozialen Eisbrechers haben, in deren Fahrrinne sie einfacher soziale Kontakte knüpfen und ggf. auch Teil einer Gruppe sein können...
Solche Freund*innen (sie wussten nichts von ihrer geheimen Funktion als sozialer Eisbrecher) haben in meinen jungen Jahren dafür gesorgt, dass ich tatsächlich ein Sozialleben hatte.
Heute ist die Situation eine andere, ich habe eine Eisbrecherin geheiratet, weitere Sozialkontakte sind mir nicht mehr so wichtig. ;-)
Unter meinem offenem Fenster im ersten Stock steht ein junger Kerl in seinen 20ern und wird gerade von seiner Freundin am Telefon komplett rund gemacht, weil er heute Nacht auf Sauftour war, bei einem Freund übernachtet und sie gestern Abend versetzt hat, ohne sich bei ihr zu melden.
Natürlich hatte er die Lautsprecher auf laut gestellt, so dass ich jede Nuance ihrer enormen Angepisstheit mitbekommen habe.
Sie will ihn vorerst nicht mehr sehen. Ich glaube, sie hat Schluss gemacht.
Daraufhin schwankt der Kerl ein paar Meter weiter, kotzt unseren Nachbarn in den Vorgarten - und versucht mit seinem Schlüssel das Schlüsselloch der Nachbars-Haustüre zu treffen. Da habe ich kapiert, dass es der Nachbarssohn ist, der gerade in die Rosen seiner Mutter gereihert hat. ^_^
Boah. Kurz im Rewe gewesen, weil ich fast vergessen habe, dass ich morgen ja arbeite und da was zum futtern brauche.
Binnen Minuten trotz Sonnenbrille und ANC-Kopfhörern wegen des Gewusels und der Parfüm-Stinkereieien so überreizt gewesen, dass ich in ruhige Gänge flüchten musste.
Ich hasse sowas!
So, jetzt werde ich den Klapprechner zusammenklappen. Und noch ein bisschen lesen. Momentan lese ich: "Autismus" von Silke Lipinski. Sie ist Psychologin und selber spätdiagnostizierte Autistin.
Ich werde was darüber sagen, wenn ich mit dem Buch durch bin. Es ist ein recht kleines Buch, ich habs in der Onleihe gefunden.
Gute Nacht, träumt süß!
Danke für die Kollegen-Zusammenfalt-Erinnerung!
Dummerweise ist er krank gemeldet, ein anderer Kollege war da.
Und, das war witzig, ein weiterer Kollege kam und dachte, er hätte Dienst. So hatten wir gerade noch eine kleine Teamsitzung*.
*) Teamsitzung = sich über die Firma aufregen.