Stephan
Man stelle sich ein System vor, in dem Politiker*innen sich um ein Minister*innenamt bewerben müssen, indem sie Qualifikationen vorweisen, sachbezogene Erfahrung, politische Vita und Führungsqualitäten nachweisen.
Anstelle dass solche Ämter als natürliche Beförderungsstufe einer langjährigen politischen Laufbahn gesehen werden, die primär von parteipolitischem und ideologischem Proporz besetzt wird.
Ein bisschen uninspiriert sind sie ja schon, die rechten Provokanzbots in social media.
In Reaktion auf den fulminanten Sieg von Dominik Krause bei der Wahl zum Oberbürgermeister in #München klingen nämlich direkt mal Kommentare auf Instagram durch wie:
"Armes München, das war es jetzt."
"Oh, ich fahr besser nicht mehr nach München, höchstens noch mit dem Pferdekarren"
"Der Anfang vom Ende"
Es sind nachgerade 1:1 die gleichen Textbausteine, die man nach der Wahl von Zohran Mamdani in New York lesen durfte. Nur eben auf Deutsch und mit diesem wenig innovativen Dreh, ein Grüner würde nun die vollständige Aufgabe der Zivilisation in München bedeuten.
Die Kommentare sind schon deshalb witzig, weil zur Wahl heute ja nur SPD und Grüne standen. Und beide Parteien sind sich in München gar nicht so unähnlich. Wo also der Eindruck erweckt wurde, hier sei heute eine Richtungsentscheidung gefallen, stand vielmehr ein persönlicher Führungsstil zur Abstimmung.
Mein Gehirn funktioniert heute nur zu 50%. Deswegen arbeite ich gerade ein bisschen an meinem Knowledge-Graph rund um das Thema Postdoc, Document Analysis, Research Environment etc.
So sieht das Ganze derzeit aus. Ich finde spannend, wie man teilweise verschiedene Unterprojekte, die nur randständig mit meinem Postdoc zu tun haben, auch hier im Graph abgesetzt erkennen kann. Oben zum Beispiel ein großer Blobb mit vielen pinken Knoten. Das sind die Infos zu einem ägyptologischen Paper, an dem ich nebenher arbeite.
#Research #Science #Academia #AcademicLife #Obsidian #KnowledgeGraph #Knowledge
Im Interview mit dem Corriere sagte Trump nun, es sei Meloni, „die inakzeptabel ist, weil es ihr egal ist, ob Iran eine Atomwaffe hat, und sie Italien in zwei Minuten in Stücke sprengen lassen würde, wenn sie könnte.“ „Meloni will uns nicht bei der Nato helfen, sie will uns nicht helfen, die Atomwaffe loszuwerden“, sagte der US-Präsident. „Sie ist ganz anders, als ich dachte.“ „Selbst wenn Italien sein Öl von dort bezieht, selbst wenn Amerika für Italien sehr wichtig ist, findet sie nicht, dass Italien sich einmischen sollte“, fügte Trump hinzu. „Sie findet, Amerika sollte diese Aufgabe für sie übernehmen.“
https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-news-trump-meloni-italien-papst-leo-xiv-li.3465712
Vielleicht ist das Problem für Trump auch einfach nur, dass er feststellen muss dass seine Macht nicht unendlich ist. Sondern, ganz im Gegenteil, sehr schnell endet, nämlich da, wo die individuellen Interessen der anderen beginnen.
Ist der Nimbus der Supermacht erst zerstört gibt es noch wenig Not, dem Irren in den Abgrund zu folgen.
Ooooooh! Das sind GRANDIOSE Nachrichten!
Ich LIEBE Robin Mesarosch. Ein absolut fantastischer Mann. Ein Mann mit Haltung, der sich und die Welt erklären kann, der einen realistischen Blick auf die Dinge hat, jung, prinzipientreu, modern, und social media affin. Außerdem eloquent, Reden von ihm aus dem Deutschen Bundestag geistern immer mal wieder als Videos herum.
Außerdem ist er süß. Aber das spielt politisch eine untergeordnete Rolle.
Als US-Amerikaner*in weiß man ja eh nicht mehr, worüber man sich jetzt sorgen soll.
Krieg. Epstein. Melania. Venzuela. JD Vance. Die Wahlen.
In Deutschland ist das einfacher. Da will man einfach nur Katherina Reiche aus dem Ministeramt haben.
Ich kann inzwischen auch sagen, dass mir Tauben trotz allem lieber sind als Möwen.
Tauben haben mir schon den Balkon vollgeschissen, mich morgens um 6 Uhr mit Geflatter aus dem Bett geholt, mich zu Tode erschreckt und sind in meine Wohnung geflattert.
Aber sie haben mich noch nicht im Sturzflug aus 20 Metern Entfernung angegriffen.
Reviews: check.
Das war knapp. Jetzt hab ich noch ne halbe Stunde zum Essen, dann Rollenspiel.
Ich weiß gar nicht, wie ich es geschafft habe mich gerade wieder in gefühlt 10 Deadlines pro Woche zu manövrieren.
Aber so habe ich morgen wenigstens frei und kann mir Gedanken zu meinen Meetings am Montag machen. Es sei denn, mein Crush hält mich wieder bis 4 Uhr nachts im Voicechat fest. Aber ich glaube, so spannend findet der mich auch nümme.
Ich würde so gerne etwas zur Schweiz schreiben.
Man sagt ja gerne, die Schweiz sei etwas bedächtiger. So vom Tempo her.
Von wegen.
Die Eidgenossenschaft ist schon im April volle Kanne im Sommerloch angekommen. Das Covid-Geständnis von Patrick Fischer scheint mir das größte aller Themen zu sein. Und den Namen hätte ich ohne sein ungefragtes Geständnis noch nie in meinem Leben zuvor gehört.
Am 29. April findet in München offenbar die letzte Stadtratssitzung statt, die Dieter Reiter noch leiten könnte ehe Dominik Krause das Zepter übernimmt.
Ich bin ja am Überlegen, ob ich hingehe und mir das live anschaue.
Ich hab gerade das dringende Bedürfnis Robin Mesarosch eine DM zu schreiben und ihm zu sagen wie unfassbar geil ich das finde dass er den Laden umkrempeln will. Das macht mich gerade äußerst glücklich.
Und ich hab wirklich gar nichts mit Baden-Württemberg zu tun.
Ich lese zur Zeit mit wachsender Begeisterung die Artikel der #SüddeutscheZeitung. Damit bin ich aufgewachsen, aber in Ermangelung der dafür notwendigen Finanzkraft blieb mir die Fortsetzung dessen als Student irgendwann verwehrt.
Doch wenn ich heute so manchen Beitrag in der digitalen Version der SZ lese, dann fühlt sich das an wie ein Hauch erhabenen journalistischen Windes, der mich und meine banalen Kenntnisse des Weltgeschehens und des Feuilletons zurückwirft dorthin, wohin ich gehöre - auf den Boden der Tatsachen.
Das ist ein erstaunlich angenehmes Gefühl. Und eines, das sich in mir mit Reminiszenzen an die Jugend und die Heimat verbindet.
„Donald J. Trump richtet sich gegen Papst XIV. – und tut dies, weil er eine tiefere Unruhe offenbart. Wenn politische Macht sich gegen eine moralische Stimme wendet, geschieht dies oft, weil sie diese nicht eindämmen kann. Trump streitet nicht mit Leo; er fleht ihn an, zu einer Sprache zurückzukehren, die er kontrollieren kann.“
- Antonio Sparado
Ich halte diese Worte des Verantwortlichen im Dikasterium Kultur und Bildung für äußerst klug.
Mich beeindruckt die Klarheit und Entschlossenheit, mit der der Papst die Unmenschlichkeit des US-Despoten benennt und herausfordert.
Es mag wie das Geringste wirken, was man bei so viel zur Schau gestellter Bosheit entgegen bringen sollte.
Aber es ist mehr, als europäische Staatenlenker*innen, die "Hüter*innen der westlichen Werte", zuwege bringen. Vielleicht, weil sie eben am Ende auch nur die Sprache des Profanen zur Hand haben.
I like this analysis a lot.
https://www.cnn.com/2026/04/14/politics/trump-iran-hungary-orban-analysis?cid=android_app
E-Mail Notification erhalten. Titel: "Pest in Basel"
Stellt sich raus, geht um archäologische Forschung unter dem Stadtcasino. Phew. Ich hatte kurz Sorge!
Bitzli seltsam, liest man die Liveticker-News nach und sieht dass vor 60 Minuten eine Nachricht kam, in der Iran ein US-Kriegsschiff vor der Durchfahrt in der Passage von Hormus gewarnt hat, sonst würde in 30 Minuten Beschuss erfolgen.
Das war also vor 30 Minuten.
Was ist passiert? Ist das Schiff umgekehrt? Wurde geschossen? AHHHHHH!
Ich stelle fest dass zur Zeit 100% der Männer, die ich faszinierend finde, einen Sprachfehler haben.
Fast ein Jahr in Schweden und ich habe immer noch vier Päckli Aromat im Haus.
Nä. Ich nehms zurück. Der Stadtrat zu Minga ist viel zu langweilig. Freundlich, nett, professionell, konstruktiv. Das ist ja absolut widerlich. Wo bleibt der Streit, die Auseinandersetzungen! Wieso reden die miteinander und nicht durch eine Kamera übereinander? Lernt man in München wirklich gar nichts von Berlin?!
Wenn Robin Mesarosch Parteichef werden würde... dann wäre ich in der Zwickmühle. Welcher Partei trete ich dann bei? Robin oder Felix? Schwierig.