Soziale Netzwerke sorgen permanent für schlechte Laune – aber man bleibt drin oder zieht bestenfalls zur nächsten kommerziellen Plattform. Es gibt jedoch eine andere, dezentrale und selbstbestimmte Tradition, sich digital zu vernetzen. Gleb J. Albert zeichnet die Geschichte dieser Alternative nach – von Mailboxen #BBS bis #mastodon
https://geschichtedergegenwart.ch/selbstbestimmt-und-dezentral-zur-alternativen-geschichte-und-gegenwart-von-social-media/
Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart - Beiträge zur öffentlichen Debatte aus geistes- und kulturwissenschaftlicher Sicht. Ohne Jargon, aber mit Tiefgang.
Soziale Netzwerke sorgen permanent für schlechte Laune – aber man bleibt drin oder zieht bestenfalls zur nächsten kommerziellen Plattform. Es gibt jedoch eine andere, dezentrale und selbstbestimmte Tradition, sich digital zu vernetzen. Gleb J. Albert zeichnet die Geschichte dieser Alternative nach – von Mailboxen #BBS bis #mastodon
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Vor dreißig Jahren schrieben Feministinnen des Mailänder Frauenbuchladens einen Text mit einer ebenso provokanten wie radikalen These: Das #Patriarchat ist zu Ende. Der Historiker Milo Probst sieht in diesem Postulat ein Verständnis von feministischem Handeln mit erstaunlicher Aktualität. Warum es in Zeiten des #Backlash wichtig ist, nicht nur über das Ende des Patriarchats zu sprechen, sondern auch darüber, wie es untergeht. https://geschichtedergegenwart.ch/das-patriarchat-ist-zu-ende/
Die Möglichkeit eines Parteiverbots soll die Demokratie schützen. Doch der verfassungsrechtliche Sinn eines Verbotsverfahrens bemisst sich nicht daran, ob ein Verfahren Aussicht auf Erfolg hat. Warum ein solches Verfahren unabhängig von seinem möglichem Ausgang einen Wert hat, erklärt der Schweizer Jurist und ehemalige Bundesrichter Niccolò Raselli. https://geschichtedergegenwart.ch/sind-demokraten-pechvoegel-anmerkungen-zum-parteienverbot/
Die radikale Rechte liebt generative #KI. Trump wie Musk teilen massenhaft KI-generierte Bilder auf ihren Plattformen, und auch die AfD hat schon lange den Nutzen von Midjourney & Co. für ihren Wahlkampf erkannt. Dabei zeigt sich, so @bildoperationen@tldr.nettime.org : Die Technologie ist kein politisch neutrales Werkzeug. Als Nostalgiemaschine und Klischeeverstärker drängt sie sich für den Entwurf rechter Weltbilder geradezu auf. https://geschichtedergegenwart.ch/echte-emotionen-generative-ki-und-rechte-weltbilder/
Die Identitätspolitiken der Rechten haben in den letzten Jahren eine „woke Rechte“ konstruiert, in der sich Akteure wie Kirk oder Fuentes als Opfer inszenieren. Besonders weiße, christliche Männer sehen sich delegitimiert und fassen dies in die Diskurse progressiver Bewegungen. Entlang welcher historischer und theoretischer Linien hat sich diese Entwicklung vollzogen und welche politischen Dynamiken haben sich daraus ergeben? Ein Beitrag von Luca Di Blasi https://geschichtedergegenwart.ch/der-weisse-christ-wie-die-identitaetspolitik-an-ihr-anderes-ende-gelangte/
Am 26. April jährt sich die Reaktorkatastrophe im Kernkraftwerk Tschornobyl zum 40. Mal. Das anschliessende Schweigen der sowjetischen Regierung zeigt einen besonders gefährlichen Aspekt von Propaganda, die nicht in der Erfindung von Falschnachrichten liegt, sondern im Heruntersspielen, Vertuschen und Inszenieren von Normalität. Ein Gespräch mit Vasyl Zoria, der 1986 in Kyiv als Journalist arbeitete.
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Wie gefährlich es ist, wenn #Inklusion und Teilhabe mit dem Versprechen auf «Bereicherung» propagiert werden, führt die US-amerikanische Schriftstellerin Flannery O’Connor in ihren brillanten Erzählungen aus den 1950er Jahren vor. Ihre Analyse ist hochaktuell. Ein Beitrag von Martina Süess. https://geschichtedergegenwart.ch/behinderung-als-bereicherung-fuer-alle/
Dieses Jahr sind erstmals Mixed-Martial-Arts-Kämpfe im Weissen Haus geplant. Angekündigt als „UFC White House“ zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung, finden sie jedoch nicht am Fourth of July statt, sondern an Donald #Trumps 80. Geburtstag. Damit festigt die Kampfdisziplin #MMA ihre Funktion als antiliberaler reaktionärer Code. Ein Beitrag von Christian Koller: https://geschichtedergegenwart.ch/blut-und-spiele-mixed-martial-arts-als-reaktionaerer-code/
Was sind Körperwahrnehmungsstörungen? Das Sprechen darüber hat in den letzten Jahren an Konjunktur gewonnen. Dabei weist das Störungsbild eine mehr als hundertjährige Geschichte auf, die uns auch etwas über den Umgang mit Medien verrät. Ein Text von Marius Reisener https://geschichtedergegenwart.ch/koerperwahrnehmungstoerung/
Since the US and Israel attacked #Iran, news has been flooding the public sphere every minute: confusing statements from politicians, contradictory assessments from commentators, and heated opinions on social media. In his analysis, historian Hamid R. Ekbia outlines areas of tension within the resistance and protest movements that cannot be reduced to a simple juxtaposition of left-wing opposition and pro-monarchist movements. https://geschichtedergegenwart.ch/islamic-ambitions-and-imperial-imaginations-the-iranian-revolution-in-the-longue-duree/
Seitdem die USA und Israel den #Iran angegriffen haben, fluten Nachrichten im Minutentakt den Raum der öffentlichen Aufmerksamkeit: verwirrende Verlautbarungen von Politiker:innen, widersprüchliche Einschätzungen von Kommentator:innen und aufgeheizte Stellungnahmen in den Sozialen Medien. Der Historiker Hamid R. Ekbia umreisst in seiner Analyse Spannungsfelder innerhalb der Widerstands- und Protestbewegungen: https://geschichtedergegenwart.ch/islamische-ambitionen-und-imperiale-vorstellungen-die-iranische-revolution-in-der-longue-duree/
Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist. Ein Beitrag von Botakoz Kassymbekova und Annette Werberger. https://geschichtedergegenwart.ch/russland-fuehrt-einen-ideologischen-krieg/
A.A. Dhand und Saima Mir sind in England für ihre Krimis bekannt, die in Bradford spielen, einer ehemaligen Textilmetropole mit einer großen Community muslimischer „british asians“. Ihre Literatur spiegelt die lokalen Geschichten der #Zuwanderung, Protestbewegungen und Herausbildung einer neuen Mittelklasse und steht für ein neues Selbstbewusstsein jenseits rassistischer und frauenfeindlicher Klischees. Ein Beitrag von Moritz Föllmer: https://geschichtedergegenwart.ch/kriminalliteratur-und-multikulturalismus-a-a-dhand-und-saima-mir-ueber-das-nordenglische-bradford/
Der koreanische Präsident Lee Jae Myung schenkte Trump die Replikation einer goldenen Krone. Auf den ersten Blick vielleicht eine Ehrerbietung an den Liebhaber von Glanz und Protz, zeigt aber ein Blick auf die Geschichte der Kronen aus dem Silla-Reich, dass eine andere Botschaft dahintersteckt. Ein Beitrag von Andrea Riemenschnitter: https://geschichtedergegenwart.ch/eine-koreanische-krone-fuer-donald-trump/
Seit dem 7. Oktober 2023 hat die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für Reservesoldaten ein Anreizsystem geschaffen, das die Grenzen zwischen ziviler und militärischer Gesellschaft auflöst. Der Soziologe Assaf Bondy und der Historiker Adam Raz werfen einen Blick auf die wirtschaftlichen Hintergründe der Einberufung der israelischen Reservist:innen und die damit einhergehende soziopolitische Einbindung der gesamten Gesellschaft. https://geschichtedergegenwart.ch/die-zerstoerung-gazas-und-prozesse-der-komplizenschaft/
Das gegenwärtige Vorgehen und die Rhetorik der Trump-Administration gegen #obdachlose Menschen in der Bundeshauptstadt Washington D. C. scheint auf den ersten Blick beispiellos zu sein. Tatsächlich handelt es sich um eine neuartige Vermengung altbekannter historischer Kontinuitäten. Ein Beitrag von Ramon Wiederkehr: https://geschichtedergegenwart.ch/praezedenzlos-oder-more-of-the-same-zwangsmassnahmen-gegen-obdachlose-in-den-usa/
1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren. Ein Beitrag von Gina Dellagiacoma: https://geschichtedergegenwart.ch/schweizer-filme-ueber-das-recht-auf-abtreibung-von-1930-1975/
In einer Reflexion über das „Inhumane“ aus dem Jahr 1988 skizzierte Jean-François #Lyotard, Denker der #Postmoderne, eine bedenkliche Diagnose seiner Zeit. Schon damals lösten nach ihm wissenschaftliche und mediale Entwicklungen die Gegenwart zunehmend auf. Zu fragen bleibt, wie dieser Vision heute zu begegnen ist. Ein Beitrag von Raji C. Steineck https://geschichtedergegenwart.ch/zeit-und-medienkritik-nach-jean-francois-lyotard/
Der Runde Tisch, an dem sich 1989 in #Polen das sozialistische Regime und die demokratischen Opposition über einen schrittweisen friedlichen Systemwechsel verständigten, wurde vom aktuellen Präsidenten Karol #Nawrocki aus dem Präsidentenpalast ins Museum entsorgt. Wenn Symbole von Widerstand, Opposition und Kompromiss aus der politischen Praxis verschwinden - ein Beitrag von Christhardt Henschel
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Der Cervelat fehlt in der Schweiz auf keiner Schulreise, keinem Vereinsgrillfest und schon gar nicht am Nationalfeiertag – trotz vermeintlich vegetarischem Zeitgeist. Als Barthes’scher Mythos naturalisiert die Brühwurst eine bestimmte Schweizer Nationalidentität. Ein Beitrag von Leci-Andri Flepp: https://geschichtedergegenwart.ch/der-cervelatkomplex-oder-die-schweizer-extrawurst/
Als GdG-Herausgeber:innen haben wir uns erneut auf ein paar Bücher besonnen, die uns im laufenden Jahr beschäftigt haben. Eskapismus? Nein danke: Hier folgen unsere GdG-Weihnachtsempfehlungen 2025!
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In den letzten Jahren haben wissenschaftliche Förderorganisationen ihre Bewerbungsunterlagen von tabellarischen auf narrative Lebensläufe umgestellt. Die Vergangenheit lehrt einiges über die Risiken und Nebenwirkungen dieser Formentscheidung. Ein Beitrag von Stephan Strunz https://geschichtedergegenwart.ch/das-comeback-des-narrativen-lebenslaufs/
#Naturschutz verspricht Zukunft – ist aber oft ein Rückgriff auf romantisierte Vergangenheiten. Wer entscheidet, wohin „zurück“ gegangen wird, bestimmt auch, wer und was in der Natur künftig keinen Platz mehr hat. Dahinter verbergen sich die Interessen und Geschichten der Mächtigen sowie koloniale Kontinuitäten. Ein Beitrag von Luregn Lenggenhager: https://geschichtedergegenwart.ch/zurueck-zur-natur-wie-naturschutz-mit-vergangenheit-politik-macht/
Wie kann Literatur auf Krieg, Terror und verschiedene ineinander verzahnte Krisen reagieren? Das Schreiben deutschsprachiger Jüdinnen und Juden steht im Zeichen mehrfacher Zeugenschaft. Ein Text von Caspar Battegay https://geschichtedergegenwart.ch/der-wunsch-nach-unschuld-brennt-die-augen-aus-deutsch-juedische-literatur-in-der-krise/
