Open post Rainer Boldhaus @RainerBoldhaus@norden.social · 5mo ago Replying to @giesbert@muenchen.social @RainerBoldhaus@norden.social Bei einem meiner größten Horrormomente im Film wird überhaupt nichts gezeigt (ich weiß nicht mehr, wie der Film hieß): Protagonist hat Angst, lebendig begraben zu werden (wir wissen: genau das passiert). Er stirbt, wird beerdigt. Wir warten auf Signale. Nichts. Kamerafahrt über den nächtlichen Friedhof. Jetzt aber. Nichts. Kamera verharrt kurz über dem Grab. Aber jetzt! Nein. Kamera fährt ruhig weiter zum Ausgang. Und jetzt, wo wir uns entspannt haben: jetzt hört man ein Kratzen. @giesbert@muenchen.social Auch bei Arthur Gorden Pym bleibt der Schluss im Ungewissen. Darauf ein Kekeli-li! Ist aber bei Poe eher die Ausnahme.
Open post Rainer Boldhaus @RainerBoldhaus@norden.social · 5mo ago Replying to @giesbert@muenchen.social Lovecraft wollte vor allem seine Fantasy-Welt in extenso präsentieren und war schlicht nicht in der Lage, das erzählerisch plausibel zu bewältigen. Stattdessen dieser Quatsch mit den Diagrammen, Zeichnungen, Bauten, die zwar allesamt blasphemisch, fremd, geheimnisvoll, unmenschlich und wasweißich noch alles sind - aber vom Ich-Erzähler auf Anhieb verstanden werden. Na klar doch. #lovecraft (3/3) @giesbert@muenchen.social Ich erinnere mich daran, dass das bedrohliche über allem hängende Grauen immer eindringlich beschworen, aber letzlich nie eingelöst wurde.