Martin Schwarzbeck
Schreibt Texte auf @netzpolitik_feed@chaos.social, boostet hier interessantes Zeug.
Ich habe mich bereits zum zweiten Mal mit Alexandra Keiner unterhalten und muss sagen: Es ist jedes Mal sehr interessant. Sie kennt sich mit der diskriminierenden Bezahlkarte einfach sehr gut aus. Dieses Interview ist aus dem Gespräch entstanden: https://netzpolitik.org/2026/bezahlkarten-fuer-gefluechtete-das-gegenteil-von-inklusion/
Die Möglichkeit zur Anonymität im Netz ist in Gefahr. Was mit Alterskontrollen auf Social-Media-Plattformen beginnt, endet schnell bei Personalausweispflicht für dann nicht mehr so anonyme Anonymisierungsdienste. Das beweist eine Analyse des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlaments über VPN.
https://netzpolitik.org/2026/wissenschaftlicher-dienst-des-ep-wer-kinder-ausschliessen-will-muss-anonymitaet-verbieten/
Das war ja klar, dass in Baden-Württemberg unter Özdemir und Hagel ein Ausbau der Überwachung zu erwarten ist. Aber dass dann gleich alle Hemmschwellen fallen ... Im Koalitionsvertrag versprechen die Herren, in drei Städten Videokameras zu installieren, die gleichzeitig Verhalten und Gesichter erkennen können. Die Kombination beider Technologien galt bislang als unvermittelbar, weil jede einzelne schon so tief in die Persönlichkeitsrechte eingreift. Aber naja, da sind wir. https://netzpolitik.org/2026/koalitionsvertrag-baden-wuerttemberg-kameras-sollen-pruefen-wer-und-wie-brav-du-bist/
Digitalzwang schließt Menschen von der gesellschaftlichen Teilhabe aus. @digitalcourage@digitalcourage.social fordert deshalb ein Grundrecht auf analoge Angebote. Noch bis 21. Mai kann mensch die entsprechende Petition mitzeichnen. https://netzpolitik.org/2026/petition-gegen-digitalzwang-64-000-menschen-wollen-das-grundgesetz-aendern/
Es ist beinah absurd, wie wenig Widerstand es gerade gegen die allseitige Verschärfung von Polizeigesetzen gibt. Verhaltensscanner, Gesichtersuchmaschine und Datenanalyse nach Palantir-Art sind das neue normal.
Umso mehr hat es mich gefreut, auf junge Menschen zu stoßen, die sich wehren. Diese Thüringer Nachwuchsjurist*innen wollen sich mit der Verschärfung des Landes-Polizeigesetzes nicht abfinden. Und ihre Aussichten, es zu stoppen, sind gar nichtmal schlecht!
https://netzpolitik.org/2026/gegen-ki-ueberwachungsplaene-in-thueringen-waechst-ein-zartes-pflaenzchen-widerstand/
Ich freu mich ja immer sehr, wenn ich Menschen kennenlerne, die gegen die KI-Überwachungspläne in der aktuellen Polizeigesetzwelle aufbegehren. Los ging es mit @ThuerPAG_stoppen@chaos.social , inzwischen habe ich einige gefunden, die in ihren Bundesländern – und zum Teil auch deutschlandweit – gegen die Dystopie agitieren, die da auf uns zurollt. Guckt doch mal rein, ob in eurer Nähe was dabei ist. Und falls was fehlt oder ihr selbst irgendwie aktiv werdet, sagt gern Bescheid!
https://netzpolitik.org/2026/widerstand-gegen-ueberwachung-man-kann-kameras-auch-kaputtmachen/
Ich habe mich mal wieder mit den Hamburger Forschis unterhalten, die den Verhaltensscanner-Probelauf begleitet hat. Je länger ich mich damit beschäftige, desto unheimlicher wird mir diese Technologie. https://netzpolitik.org/2026/verhaltensscanner-in-hamburg-die-polizei-wird-zum-datenlieferant/
Deutschland wird immer sicherer, Dobrindt so: Staatliches Pimeyes und vollautomatisierte Rasterfahndung. Wir haben uns angeschaut, was das Überwachungspaket noch so mitbringt. Spoiler: Der Scheiß wird wohl mit deinen Daten trainiert. https://netzpolitik.org/2026/faq-das-ueberwachungspaket-der-bundesregierung/
Die KI-gestützte Verhaltensanalyse, die seit rund sieben Jahren in Mannheim mit den Daten argloser Passant*innen trainiert wird, ist ein bundesweites Vorbild. Viele Länder wollen sie. Dabei ist die Videoüberwachung, auf der diese Analyse basiert, in Mannheim zum Teil scheinbar illegal. Denn es gibt im entsprechenden Areal keine Kriminalität. Das ergaben Daten, die ich dank des Informationsfreiheitsgesetzes erhalten habe. https://netzpolitik.org/2026/verhaltensscanner-in-mannheim-keine-straftaten-aber-kamera-ueberwachung/
Berlin will ab April KI-gestützte Videoüberwachung testen, die automatisch analysiert, ob die Menschen auf den Bildern sich ordentlich benehmen. Jetzt warnt der @ccchh@chaos.social mit drastischen Worten vor dem System.
https://netzpolitik.org/2026/ki-gestuetzte-videoueberwachung-ccc-warnt-berlin-vor-automatischer-verhaltenserkennung/
Seit in Mannheim "intelligente" Videoüberwachung läuft, wollen die Sicherheitspolitiker*innen dahinter das Gesetz loswerden, das die Zahl der Kameras in Baden-Württemberg limitiert. Jetzt machte mich @bdm@iceshrimp.de freundlicherweise darauf aufmerksam, dass auch der neue grüne Landesfürst Cem Özdemir das Persönlichkeitsrecht entsprechend demontieren will. Sein künftiger Koalitionspartner und CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel will ja am liebsten in jedem Dorf Kameras. Da haben sich zwei gefunden.
https://netzpolitik.org/2026/verhaltensscanner-und-palantir-was-das-wahlergebnis-in-baden-wuerttemberg-sicherheitspolitisch-bedeutet/
Frankfurt am Main ist ja eh schon bundesweiter Vorreiter bei der Gesichtserkennung. Kameras im Bahnhofsviertel suchen gezielt nach bestimmten Personen. Jetzt kam heraus, dass die Frankfurter Polizist*innen zudem eine App einsetzen, mit der sie Menschen identifizieren, die sich nicht ausweisen können oder wollen. Auch das ist bislang bundesweit einmalig.
https://netzpolitik.org/2026/mobile-gesichtserkennung-frankfurts-polizei-identifiziert-menschen-per-foto-app/
Ich arbeite ja gerade viel zu Polizeigesetzen und merke immer wieder: wenn die Linke in dem jeweiligen Landtag sitzt, gibt es immerhin eine Instanz, die sie kritisch hinterfragt. Bzw. führen Landtagsfraktionen mit Linke-Beteiligung Unsinn wie Verhaltensscanner, Gesichtersuchmaschine oder Datenanalyse nach Palantir-Art gar nicht ein.
In Thüringen gibt es jetzt eine Sondersituation: Weil die Linke dort Opposition einer Minderheitsregierung ist, die nicht mit der AfD zusammenarbeiten möchte, könnte sie das dortige Polizeigesetz aufhalten. Der innenpolitische Sprecher der Fraktion @die_linke_th@mastodon.social hat mir erklärt, unter welchen Bedingungen sie es stoppen – oder unterstützen würde.
https://netzpolitik.org/2026/polizeigesetz-in-thueringen-das-kehrt-die-unschuldsvermutung-um/
Bodycams könnten theoretisch die Position von Opfern polizeilicher Übergriffe stärken. Das passiert aber sicher nicht, wenn Polizist*innen freihändig entscheiden, wann sie die Aufnahme starten. Eine automatische Auslösung, sobald Pistole oder Taser gezückt werden, lehnt die Berliner Landesregierung ab. Zu teuer. Das ist ziemlich schräg, wenn man gleichzeitig sieht, dass auch Geld für die Ausrüstung von Feuerwehrleuten mit Bodycams da ist – obwohl die überhaupt keinen Bock darauf haben, weil die Kamera ihre Patient*innen verstört. https://netzpolitik.org/2026/berlin-bodycams-an-rettungskraeften-sind-ueberfluessig/
Ich habe mich sehr gefreut, zu sehen, dass es in Thüringen hochengagierte Aktivisti gibt, die sich gegen den High-Tech-Überwachungs-Unsinn aus dem geplanten Polizeigesetz stellen. Und ihre Chance, ihn aufzuhalten, ist gar nicht klein. Für mehr Infos folgt @ThuerPAG_stoppen@chaos.social
Was die Planung von dystopischem Überwachungunsinn angeht, ist Niedersachsen gerade ganz vorne mit dabei. Heute ist das neue Polizeigesetz im Innenausschuss. Es erlaubt alles, was bei Sicherheitsfuzzis gerade so angesagt ist. https://netzpolitik.org/2026/niedersaechsisches-polizeigesetz-diese-ki-soll-pruefen-ob-du-artig-bist-und-dich-identifizieren-wenn-nicht/
Als ich kürzlich gelesen habe, wie Bremen sein Polizeigesetz verschärfen möchte, habe ich mir noch gedacht: Immerhin mal ein Bundesland, das keine Verhaltensscanner erlaubt. Das ist ja ein Riesentrend gerade. Dann kam die Meldung rein, dass der Verhaltensscanner in Bremen doch eingeführt wird und zwar im ÖPNV. https://netzpolitik.org/2026/ki-gestuetzte-videoueberwachung-bremen-fuehrt-verhaltensscanner-im-nahverkehr-ein/
SPD und Grüne wollen gemeinsam eine radikale Verschärfung des niedersächsischen Polizeigesetzes beschließen. Kritische Stimmen sind im Landtag rar, aber es gab sie gestern, bei einer Anhörung im Innenausschuss.
https://netzpolitik.org/2026/polizeigesetz-niedersachsen-verfassungsrechtliche-bedenken-bei-geplanten-ueberwachungsmassnahmen/

























