Ein System, das zu großen Teilen über Verkettungen dysfunktionaler Incentives "funktioniert", bringt nicht nur aggressive Ressourcenoptimierungen hervor, sondern auch parasitäre Zweit- und Drittverwerterschleifen oder Mittelsmänner, die aus mageren Hoffnungen Profit schlagen.
In der Forschung sind Predatory Journals und horrend teure Konferenzen sind nur der Anfang - inzwischen kann man für 100 €/Monat die Chancen einer Drittmitteleinwerbung steigern (oder zumindest das Gefühl haben): Natürlich mit KI.
Dass alle Förderwerke und -programme inzwischen mit 2-4 x so vielen Anträgen überschwemmt werden, liegt natürlich auch an KI. Aber darauf mit dem üblichen anti-KI-Reflex zu reagieren, verkennt m.E. das Problem.
Förderanträge waren immer schon #slop. Wenn nicht KI-slop, dann eben Buzzword-slop: benchmaxxed auf das, was die Leute / Lehrstühle eben über Jahre aus Absagen gelernt haben. Und die, die 4 Assistent:innen & 8 Hiwis hatten, konnten eben mehr von diesem Slop ins System pumpen