Caspar C. Mierau
mastodon 4.6.8+glitchStudied media cultural analysis at Uni Weimar, currently PhD at Uni Basel about history of (teaching) programming in the 1960s/1970s, day job in tech, living in Germany.
Loves bloody good coffee, retro computing, science fiction and thinking about the impact of media and technology changes in the past, present and future.
Ich habe für @Golem@social.tchncs.de notiert, was wir aus dem Klöckner-Signal-Vorfall eigentlich mitnehmen sollten.
Genau hier muss die eigentliche Diskussion beginnen. Signal ist kein Teil staatlicher Infrastruktur, aber offenbar wird es so genutzt. Darin besteht das Problem. Man könnte auch einfacher fragen: Warum ist das überhaupt möglich?
[…]
Kryptografie allein reicht nicht. Sicherheit entsteht im Zusammenspiel aus Technik, Regeln und gelebter Praxis. Dass ein einzelner Phishing-Angriff ausreichen kann, um parlamentarische Kommunikation mitzulesen, sollte uns mehr beunruhigen als jede Debatte darüber, ob man das nun Hack nennt oder nicht.
Glaube, 125 Dollar habe ich auch schon mit Podcasten verdient!
Bei der Nestlé-Tochter Perrier gibt es Razzien. Grund ist der Vorwurf systematischen Betrugs bei der illegalen Aufbereitung von Wasser. Mineralwasser aus Quellen muss von sich aus sauber sein. Seit Jahrzehnten, so der Vorwurf, bearbeitet Nestlé das Wasser mit nicht zulässigen Filteranlagen und verkauft frisches Mineralwasser, was eigentlich verarbeitetes Trinkwasser ist - und keinen guten Status hat, wenn es aus dem Boden kommt. Bleibt, wie immer: Nestlé betrügt für Profit, wo es kann.
Eine recht ausführliche Analyse zu der Geschichte gibt es hier (Offenbar kommerzielle Seite. Artikel liest sich gut, aber kenne den Hintergrund nicht)
Habe gelesen, dass LINKE, GRÜNE und SPD noch aktiv auf X waren.
Läuft bei Bitwarden.
Für Premiumkunden hat unterdessen eine Preisanpassung stattgefunden: Der jährliche Abobetrag wurde von zehn auf 20 US-Dollar angehoben. Kurz nach der Preisänderung wurden auch die Unternehmenswerte Inklusion und Transparenz von der Seite gestrichen.
Ja, das ist eine offizielle Meldung.
Oh mein Gott, ist das unfreiwillig komisch. Dieser Satz in der Wikipedia stolpert so unfassbar sehr und mehrfach über sich selbst.
Unten am Fluss wurde vielfach für die stiefmütterliche Behandlung der weiblichen Protagonisten kritisiert.
Seit Monaten wird vor wachsenden Problemen bei der Stabilität und Sicherheitsproblemen von GitHub gewarnt. Ich habe erste Firmen und Projekte gesehen, die abgewandert sind. Microsoft liefert genau das, was wir erwartet haben.
Einfallstor war wohl der Rechner eines GitHub-Mitarbeiters - über eine infiltrierte VSCode Extension. Auch etwas, wovor immer und immer wieder gewarnt wird.
Zeit, relevante Repositories wegzuziehen. Github ist mittlerweile ein Geschäftsrisiko. Ja, das ist kein Alarmismus - mehr.
Freue mich, dass endlich wieder aus der Politik diskutiert wird, Schwarzfahren zu entkriminalisieren, zumal dies neben den unverständlichen sozialen Folgen Kosten über 200 Millionen Euro im Jahr verursacht. Warum man aber nicht den Schritt weitergeht und ein System für ticketlosen Nahverkehr durchdenkt, ist mir immer wieder schleierhaft. Dabei scheinen ja allein 200 Millionen neben diversen Automaten- und Kontrollkosten freizuwerden, wenn man diesen Weg gehen würde, wie auch Möglichkeiten von Kurtaxen für TouristInnen und wahrscheinlich sehr moderaten steuerlichen Umlagen. Vom Vorteil für die Umwelt an dieser Stelle nicht einmal zu reden. Oder auch doch.
Hui. Der "Flipper One" wird als Nachfolger des Flipper Zero ein Cyberdeck - mit Linux, Ethernet, evtl. HDMI, modularem Stecksystem.
Bericht über eine Kaffeelieferung per Drohne in einem Park in Shenzen. Während man das technisch beeindruckend finden kann, steht hier eigentlich, dass man mit seltenen Erden, Strom, Geräuschen, Verpackungsmüll usw. die Lieferung eines Kaffees in einen Park realisieren kann - und das die Zukunft ist. In den Kommentaren gibt es durchaus kritische Stimmen. Dort wird als Gegenargument verwendet, dass ein Lieferdienst per Auto ja auch ressourcenintensiv ist - dabei ist dieser Vergleich die falsche Messlatte. Man darf durchaus fragen, ob dieser Liefergrad überhaupt notwendig ist und - in diesem Fall - ein Kaffeestand im Park nicht die Perspektive ist, über die man reden sollte. Aber da, oh schreck, fällt Personal an, das man unbedingt vermeiden will. Und sei s durch viel Technik.
https://www.golem.de/news/erfahrungsbericht-kommt-ein-kaffee-geflogen-2604-207741.html
Ich habe mal das Text-RPG "Swords of Freeport" auf einem Server ausgerollt und per SSH erreichbar gemacht. Swords of Freeport ist ein fast-Text-MUD, da man begrenzt andere Spielende sieht, aber nicht direkt miteinander agiert. Pro Tag hat man nur eine begrenzte Anzahl von Aktionen (die man erweitern/optimieren kann), was eine ungewöhnline Komponente ist, denn ein Spieltag ist ein echter Tag.
Wenn Ihr mal reinschnuppern wollt und ich schon mal irgendwie mit Euch zu tun hatte, schickt mir Euren SSH Key, dann schalte ich Euch frei. Lest vorher nochmal kurz ins Spiel rein, ob Euch das Setting abholt:
(Neu in der Reihe: Wir machen uns das Internet, wie es uns gefällt)
Habe das obskure Recherchethema, ob man einen echten Hausschwamm eigentlich essen kann. Fand nichts dazu, also ausnahmsweise mal per "KI" "recherchiert". Das war dann auch vorerst das letzte Mal.
Die neue Version von Waterfox, einem beliebten Firefox-Fork, aus dem viel Unfug wieder ausgebaut wurde, bringt nun einen eigenen Adblocker mit. Was ich nicht ganz verstehe, ist der Hinweis, dass man Waterfox unterstütze, wenn man diesen verwende.
If you are already using another ad blocker, don’t worry - it will continue to work instead of the built-in one. But please consider giving the built-in blocker a try, as it’s a great way to support Waterfox.
Das Problem ist wohl - wie oft - der Revenue Stream, den hier die Suchmaschine auf der Default Startsteite (nicht) generiert:
If you’d like to support Waterfox and don’t want to use the built-in ad blocker, please consider disabling your ad blocker on our default search provider. The default may change as we work out longer term partnerships.
If you’d rather avoid ads in search entirely, please consider switching to a different provider (such as Waterfox Private Search below) rather than blocking ads on our default - blocked traffic is worth less to search providers, which reduces the revenue share that helps fund Waterfox.
Das scheint auch dazu geführt zu haben, dass Startpage Waterfox gebeten hat, sie als Standard-Startseite rauszunehmen, weil die Nutzer sich nicht lohnen.
We’ve been asked to remove Startpage as our default search provider, and from the browser options completely. This is out of our control, but we wanted to be transparent about the change rather than having it appear without explanation. Unfortunately, it was costing Startpage more to serve Waterfox users than the revenue they generated, which consequently meant there was nothing left to split with Waterfox.
Da sind wir also wieder bei der Finanzierung von OpenSource-Projekten. Es bleibt eine Herausforderung und ich hoffe, es wird nicht unangenehmer in diesem Projekt.
Das war mir neu. Schmeckt mehr nach Brombeere und Holunder, also schon etwas anders als die Granatapfel Version. Für den Sommer ganz okay.
Hier sieht man, wie in Zukunft ChatGPT mit Ads monetarisiert wird. Nach all dem "das ist die Zukunft" und "Geld spielt keine Rolle" ist das ein erstaunlicher Schritt in eine bekannte Vergangenheit, in der Werbung auch die Suchmaschinen gekillt hat. Ich bin gespannt, wann der Punkt kommt, wo das derzeit weite "ich hab mal eine KI gefragt"-Vertrauen kippt, weil die Werbung zu sehr in den Vordergrund tritt.
Liebe diese Produktbeschreibung.
Quelle: Produkt B09X6777WQ auf Amazon. (Wow, kann man so Amazon als Quelle benennen, ohne es zu verlinken?)
Ok, jetzt klettern Schaulustige auf dem toten Wal rum und gleichzeitig wird vor einer möglichen Explosion gewarnt.
Experten zufolge können tote Wale explodieren, weil im Zuge der Verwesung Gase entstehen, die durch die dicke Speckschicht ihrer Haut nicht entweichen können.
Diese neuen LLM KI Support Chats auf Webseiten, die einem völligen Stuss erzählen, Links zu fehlenden Support-Dokumenten rausgeben und einen ratloser zurücklassen als zuvor.
Artikel über Graphentheorie von Dietmar Dath gelesen. Während ich den großen Aufschlag zum Thema prinzipiell spannend finde, frage ich mich, ob er nicht doch ein Jahrzehnt zu spät kommt. Der Text bringt viele interessante Quellen, Bücher, Kinofilme und arbeitet sich an Graphen als Leitmedium ab. Man kann da viele Fragmente mitnehmen, aber es wirkt auch wie ein fleißig aus einem Zettelkasten zusammengestellter Text, der sehr assoziativ arbeitet, dabei ein wenig die Stringenz verliert und letztlich einen Diskurs aufwärmt, den man vielleicht eher um 2010 herum verorten würde?
Der freundliche Verriss von "Outbound" im DLF Kultur von @monoxyd@mastodon.social ist so ... sanft kritisch, das passt wahrscheinlich gut zum Spiel. Gern gehört.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/vorgespielt-outbound-100.html
Habe ein paar Interviewfetzen mit den AstronautInnen der Artemis II Mission gelesen. Es wird in der Rezeption etwas überrascht festgestellt, wie "mind blowing" so eine Mission wohl ist, dabei gibt es bereits seit den 1980er Jahren den Begriff "Overview Effekt", der genau diese psychischen Veränderungen beschreibt, die durch einen Blick von außen auf die Erde erreicht werden:
Mal nachgeschlagen, warum Apache Kafka eigentlich Kafka heißt.
People often ask how Kafka got its name and if it has anything to do with the application itself. Jay Kreps offered the following insight: "I thought that since Kafka was a system optimized for writing using, a writer's name would make sense. I had taken a lot of lit classes in college and liked Franz Kafka."
Habe mal eine Frage an die Brandenburger/Berliner Schul-Bubble:
Bisher war es bei MSA-Prüfungen möglich, über sogenannte Sternchen- oder Bonusaufgaben Zusatzpunkte zu sammeln. TeilnehmerInnen der A-Kurse (die "einfacheren") haben dafür Aufgaben der B-Kurse in der Prüfung mit beantwortet und konnten dadurch weitere Punkte sammeln.
Laut einem Gerücht aus der LehrerInnenschaft an der Schule gab es nun eine interne Rundmail, die besagt, dass bei den MSA-Prüfungen dieses Jahr die A- und B-Kurse getrennte Materialien bekommen und es keine Sternchen- oder Bonuspunkte mehr gibt.
Ich finde dazu nichts online und bin erstaunt, weil das eine drastische Änderung der Bewertungsgrundlage für A-Kurse wäre. Das hat sich auch in den Probe-MSA-Prüfungen gezeigt, bei denen ja alte Materialien verwendet wurden, wo es diese Bonusaufgaben gab und diese sich dann deutlich auf die Zensur auswirken.
Weiß jemand dazu mehr und hat vielleicht eine verlässliche Quelle dazu?

