Lebensmittelversorgung im Sudan bricht zusammen
Sudans Bevölkerung droht inmitten des Krieges eine sich verschärfende Nahrungsmittelkrise. Neben Dürre und Ernteausfällen führt auch die Finanzierungslücke im UN-Welternährungsprogramm (WFP) dazu, dass dort nicht genügend Lebensmittelhilfe ankommt. Das teilte am Montag der Chef des WFP mit. Im Sudan sind 20 Mio. Menschen auf Lebensmittelhilfe angewiesen, derzeit könnten nur rund 5 Millionen versorgt werden.
Ein Grund ist, dass die USA kaum mehr einen Beitrag für die Finanzierung des WFP leisten. Gegenüber 2025 hat sich dadurch die Finanzierung halbiert. Die UN geht davon aus, dass die meisten Lager mit Hilfsgütern bis Ende September leer sein werden.
Der Sudan leidet zudem unter der Lähmung der Schifffahrt in Westasien. Das Land bezieht die meisten Düngemittel aus den Ländern am Persischen Golf. Durch die Blockade der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Kriegs kommt kein Dünger mehr an. Beeinträchtigungen im Roten Meer verschärfen dieses Problem.
#Iran #USA
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🔴+++ EIL +++🔴Bundeswehr startet Zwangsmusterungen
Die Bundeswehr wird ab sofort damit beginnen, 18‑Jährige zu verpflichtenden Musterungen heranzuziehen, auch wenn diese kein Interesse an einem Wehrdienst haben. Dies hat das Verteidigungsministerium am Freitag im Zuge der "Bilanz zur Personalentwicklung" bekannt gegeben.
Tatsächlich seien seit Juli bereits knapp 1.000 junge Männer zu einer Zwangsmusterung aufgerufen worden. Die Zwangsmusterungen seien durch das "Wehrdienstmodernisierungsgesetz" ermöglicht worden, das im Dezember beschlossen wurde. Nach damaliger Ankündigung sollten die verpflichtenden Musterungen erst im Sommer 2027 beginnen.
Mit den Musterungen will die Bundeswehr eine Übersicht aller Personen erstellen, die im Kriegsfall zwangsmäßig eingezogen werden könnten. Darunter können dann auch Personen fallen, die den aktuellen freiwilligen Wehrdienst abgelehnt hatten. Schon zuvor war kritisiert worden, dass das neue Wehrdienstgesetz mit "freiwilligem Wehrdienst" nur eine Vorstufe für eine tatsächliche Wehrpflicht sei.
#Aufrüstung
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Pornografie: Videos zahlreicher vermisster Frauen gefunden
Im Zusammenhang mit mindestens sieben vermissten Frauen in Philadelphia, USA, ist die Polizei auf umfangreiches Videomaterial gestoßen. Als Hauptverdächtiger gilt der 2025 verstorbene R.C. Horsch.
Bei einer Fahrzeugkontrolle bei seinem Sohn war ein falscher Ausweis und Dokumente einer vermissten Frau im Auto gefunden worden. Das anschließend gefundene Videomaterial ist zu etwa 30% ausgewertet. Viele Videos sollen bewusstlose oder leblose Frauen und sexuelle Übergriffe zeigen. 58 Frauen wurden bereits identifiziert, von denen vier schon früher für tot erklärt worden waren. Weitere zehn Frauen seien zeitlich nach den Videoaufnahmen durch Überdosen getötet worden. Horsch hatte pornografische Filme produziert und wurde bereits früher wegen Drogen- und Gewaltdelikten verdächtigt.
Ein Zusammenhang zwischen Pornografie und frauenfeindlicher Gewalt gilt seit Jahren als erwiesen. Aktuell nehmen insbesondere KI-generierte Videos von Frauen massiv zu.
#Polizei #Feminismus #USA
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Regierung plant stärkere Überwachung von Sozialleistungsempfänger:innen
Am Mittwoch hat Arbeitsministerin Bärbel Bas gemeinsam mit Innenminister Alexander Dobrindt ihren „Aktionsplan“ gegen „Organisierten Sozialbetrug“ vorgestellt.
Konkret sieht der Plan vor, dass Transferleistungen für EU-Bürger:innen künftig an einen „rechtmäßigen“ Aufenthalt geknüpft werden sollen. Zuvor hatten diese über die "Fünfjahresregelung" bei einfachem „gewöhnlichen Aufenthalt“ Anspruch auf diese. Zudem sollen Kommunen durch verschiedenste Druckmittel wie Enteignung gegen „Schrottimmobilien“ vorgehen können. Ebenfalls sollen verschiedene Behörden enger miteinander kommunizieren.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) erklärte in einer Mitteilung am Donnerstag, dass der Aktionsplan insbesondere Menschen treffe, die „die seit Jahren in Deutschland leben [und] arbeiten“. Das BAGW weist zudem darauf hin, dass unter den 133.640 im Jobcenter eingegangenen Verdachtsfällen zu Sozialleistungsmissbrauch 2025 gerade einmal 377 ein organisierter Missbrauch nachgewiesen werden konnte. Das entspricht 0,3%.
#Polizei
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Versuchter Femizid in Hessen
Am Sonntag wurde eine 50-jährige Frau in Hünfelden-Kirberg von ihrem 50-jährigen, getrennt lebenden Ehemann mit einem Küchenmesser attackiert.
Der versuchte Femizid ereignete sich um 11 Uhr in einer Bäckerei in dem Ort zwischen Frankfurt und Koblenz. Der Mann betrat diese mit dem Küchenmesser und stach mehrfach auf die Frau ein. Eine Tötung wurde voraussichtlich nur durch das Einschreiten von mehreren Zeug:innen verhindert.
Die Frau erlitt schwere Stich- und Schnittverletzungen. Der Täter wurde ebenfalls stark verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Beide wurden notoperiert. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.
Als Femizid wird die Tötung von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts bezeichnet. Sie werden von Männern verübt, die damit meist patriarchale Besitzansprüche und Kontrollbedürfnisse über Frauen durchsetzen wollen. Femizide werden größtenteils durch den Frauen nahestehenden Personen ausgeübt.
#Polizei #Feminismus #Gesundheit
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Proteste gegen Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid
Am Mittwochabend ist es bei Protesten gegen eine Wohnungsräumung zu Ausschreitungen gekommen. Die Mieter:innen-Gewerkschaft Sindicato de Inquilinas de Madrid hatte infolge eines Polizeieinsatzes am Morgen zu der Demonstration aufgerufen.
Die Polizei hatte die Räumung der 87 Jahre alten María del Carmen Abascal durchgesetzt. In der Wohnung hatte die zu 50 Prozent behinderte Seniorin zuvor 71 Jahre verbracht. Ein staatlich subventionierter Fonds hatte die Immobilie gekauft und die Miete auf 2.650 Euro verfünffacht. Da es sich seit Oktober 2025 bereits um den vierten Räumungsversuch handelte, hatten zahlreiche Unterstützer:innen rund um den Hauseingang übernachtet und versucht, den Einsatz zu blockieren.
In Madrid ist der Mietpreis über die letzten 15 Jahre im Schnitt um 75 Prozent gestiegen. Besonders Kurzzeitmieten tragen stark zu den Preisanstiegen in europäischen Metropolen bei. In Madrid machen solche Angebote wie Airbnb rund 30 Prozent des Wohnungsbestands aus.
#Gewerkschaft #Polizei #Mieten
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Äthiopien: Neue Allianz beginnt Offensive gegen Zentralregierung
Die am Sonntag gegründete EPFAS-Allianz der sieben größten Milizen Äthiopiens hat im Norden des Landes eine Offensive begonnen. Seit Mittwoch kämpfen unter anderem die Tigray People’s Liberation Front (TPLF) sowie der Ugugumo gegen Regierungstruppen. Dieser werfen sie vor, eine Offensive gegen den Bundesstaat Tigray begonnen zu haben.
Die TPLF hat die Flughäfen der Großstädte Mekelle, Aksum und Shire erobert sowie laut eigenen Angaben zusammen mit der Ugugumo auch Grenzstädte im benachbarten Afar eingenommen.
In Äthiopien ist die Militärpräsenz wegen des seit Jahren schwelenden Konfliktes hoch. Aus dem Bundesstaat Amhara meldete die Regierungsarmee die Abwehr von Angriffen der dortigen Fano-Miliz. Dabei sind die Milizen intern gespalten: So ist in Tigray der TPLF-Polizeichef zur Regierung übergelaufen.
Seit dem Ende des Krieges, der über 600.000 Menschenleben tötete, im Jahr 2022 ist die Situation instabil. Die TPLF wirft der Regierung vor, das Friedensabkommen zu brechen.
#Polizei #USA
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Kurdistan: Identität von deutschem Internationalist veröffentlicht
Die kurdischen Volksverteidigungskräfte (HPG) haben den Tod von 12 Guerillakämpfer:innen bekannt gegeben. Diese hatten sich in den vergangenen Jahren aus Europa der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) angeschlossen.
Unter den Gefallenen, welche zu unterschiedlichen Zeiten meist in Kämpfen mit der türkischen Armee oder durch Luftangriffe ums Leben gekommen sind, befindet sich auch der in Deutschland geborene Pablo Manuel Figueiras Duarte, der innerhalb der kurdischen Bewegung den Namen Baran Nûjiyan Salema angenommen hatte.
Nach Angaben der HPG, war Duarte bereits vor seinem Beitritt in die Guerilla, in Deutschland politisch aktiv und lernte die kurdische Freiheitsbewegung 2018 kennen. Nachdem er 2019 in die Berge Kurdistans kam, war er unter anderem in Gare, Metîna und dem Qendîl-Gebirge im Einsatz, wo er am 6. August vergangenen Jahres ums Leben kam.
Seit Beginn des Friedensprozesses wurden die Identitäten hunderter in den vergangenen Jahrzehnten gefallener Guerillakämpfer:innen veröffentlicht.
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