Hunderte Tote und Vermisste nach Sturzflut im Himalaya
In der Grenzregion zwischen Nepal und China sind bei Sturzfluten möglicherweise mehrere Hundert Menschen ums Leben gekommen. Die Fluten ereigneten sich am Mittwochmorgen entlang des Trishuli-Flusses.
Auf Videos ist zu sehen, wie die Flutwelle innerhalb weniger Sekunden ganze Ortschaften in den engen Tälern überschwemmt. Mancherorts erreichte das Wasser Siedlungen 80 Meter oberhalb des Flusslaufes. Mehrere Brücken über den Fluss wurden weggespült.
Bislang meldeten China und Nepal knapp 160 Tote und 1.400 Vermisste. Allerdings ist davon auszugehen, dass diese Zahl noch deutlich steigen wird. Aufgrund der Zerstörung läuft die Hilfe nur langsam an. China und Nepal kündigten umgehende Rettungsmaßnahmen an.
Die genaue Ursache der Flut ist zurzeit noch nicht bekannt. Möglich ist ein Erdrutsch oder der Kollaps eines durch eine Lawine gebildeten Damms des Flusses.
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Abschiebung gegen richterliche Anweisung durchgesetzt
In Schleswig-Holstein setzte die Ausländerbehörde eine widerrechtliche Abschiebung durch, obwohl das Gericht dies ausdrücklich untersagte. Das berichtete die Welt. Der Betroffene war 2023 nach Deutschland eingereist. Im Jahr 2025 stellte die Ausländerbehörde einen Ausreisebescheid aus, gegen den der Mann Klage eingereicht hatte.
Trotz Eheschließung blieb die Ausreiseaufforderung aber bestehen. Bei einem Termin beim Ausländeramt am 29. Juli leitete dieses die Abschiebung für den gleichen Tag ein. Infolge eines Eilantrags rief das zuständige Amtsgericht knapp zwei Stunden später bei der Behörde an und untersagte die Deportation per Gerichtsbeschluss. Die Abschiebung wurde trotzdem durchgeführt.
In Reaktion auf heftige Kritik am Vorgehen durch das Gericht äußerte die Behörde, es „könnte nicht sein“, dass sich der Betroffene durch eine „Scheinehe“ der Ausreise entziehen würde. Die Richter kritisierten, das Hinwegsehen über richterliche Entscheidungen verstoße „eklatant gegen das Verwaltungsprozessrecht“.
#Asyl #Justiz
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