Worte können den Ereignissen des 7. Oktober 2023 kaum gerecht werden. Wir gedenken heute der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die an diesem Tag in Israel von der Hamas ermordet wurden. Wir erinnern auch an die Geiseln, die sich noch immer in der Gewalt der Terroristen befinden und hoffen auf ihre schnelle Freilassung. Wir gedenken auch der Tausenden zivilen Opfern, die seither bei den andauernden Kampfhandlungen zu Tode gekommen sind.
Sinti und Roma
Hier trötet das Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg - wir sind ein Ort der Begegnung, des Dialogs und der Erinnerung.
József Forgács wurde mit neun Jahren in das Straflager Fort Csillag in Komárom gebracht. Von dort wurde er nach Dachau deportiert. Nach der Befreiung 1945 musste Forgács über 100 Kilometer zurück nach Ungarn laufen. In seiner Heimat fand er schließlich sein Elternhaus völlig zerstört wieder. #2August #NaBister
Leni Riefenstahl gilt als eine der umstrittensten Frauen des 20. Jahrhunderts. Ihre Bildwelten stehen für Körperkult, die Feier des Überlegenen und Siegreichen. Zugleich aber auch für die Verachtung des Unvollkommenen, der Überlegenheit der einen über die anderen. Die Ästhetik ihrer Bilder ist präsenter denn je – auch ihre Botschaft? Zusammen mit dem Gloria-Kino zeigen wir am 23. Oktober um 19:30 Uhr den neuen Film von Andres Veiel
Nadir und Fatima Dedic überlebten beide das Konzentrationslagers Jasenovac. Jedoch wurden 81 ihrer Familienmitglieder in dem KZ durch die Ustaša-Miliz ermordet. 1970 leitete Nadir Dedic die Errichtung eines Denkmals für ermordete Roma im Dorf Žeravica in Bosnien und Herzegowina an. #2August #NaBister
Vergessen, verdrängt und verschwiegen werden noch immer jene Verbrechen, die das deutsche Kaiserreich in der Kolonie „Ostafrika“ beging. Aert van Riel hat mit Diplomaten, Wissenschaftlern sowie Aktivisten gesprochen und zeigt auf, dass in Tansania regelmäßig Gedenkveranstaltungen stattfinden und die Kämpfer als Helden gelten. Im Dokuzentrum stellt er sein Buch am 19.9. um 18 Uhr vor und zeigt auf, dass es in Deutschland noch immer umstritten ist, diese Verbrechen als Völkermord zu brandmarken.
“Don’t Let Europe Go Backwards” – Die Generalkonferenz der European Coalition of Cities against Racism (ECCAR) findet aktuell in Heidelberg statt. Wie wichtig Städte und Kommunen bei der Verteidigung der Demokratie und der Menschenwürde sind, machte Romani Rose heute deutlich.
Sinti und Roma in Ungarn wurden ab Oktober 1944, von der faschistischen Pfeilkreuzler-Partei mithilfe der SS und der Wehrmacht, verhaftet und in die Komorn-Sternfestung (heute Fort Csillag) gebracht. Dort wurden sie dann in überfüllten Viehwaggons in Konzentrationslager im Reichsgebiet deportiert. #2August #NaBister
Die damals 4-jährige Romni Galina Iwanowna überlebte mit ihren Geschwistern eine Massentötung der Deutschen in Belarus. Insgesamt starben dabei 44 Menschen. Sie und ihre Geschwister überlebten, weil sie von einer Belarussin versteckt wurden. Später errichtete sie am Ort des Verbrechens ein Denkmal. #2August #NaBister
Erst durch den tschechischen Staatspräsidenten Petr Pavel gibt es seit 2023 in Lety ein Denkmal. Es erinnert an die über 1300 tschechischen Roma, die von 1940 bis 1943 in das KZ Lety gebracht wurden. 327 Gefangene starben vor Ort, die restlichen wurden weiter nach Auschwitz deportiert. #2August #NaBister
Unter der Leitung von Heydrich wurde bei einer Konferenz der SS am 21. September 1939 beschlossen, dass alle 30.000 Sinti und Roma aus dem Reichsgebiet in das besetzte Polen deportiert werden sollen. Im April 1940 wurde die erste Deportation angeordnet, im Mai 1940 wurden 2.500 Sinti und Roma mit Deportationszügen in Zwangsarbeitslager und KZs im besetzten Polen gebracht. #2August #NaBister
Heute Abend geht es los mit unserer Konferenz "My testimony is for young people". Heute und Morgen erwarten euch spannende Themen zum Gedenken an den Holocaust an Sinti und Roma. #2August
Wer spontan in den Livestream zur Eröffnung reinschauen möchte (Englisch):
https://youtube.com/live/F_KhfkZYKrA?feature=share
Die deutschen Besatzer haben in Belarus von 1941 bis 1944 tausende Sinti und Roma vor Ort ermordet. Hunderte weitere wurden nach Auschwitz deportiert. Bei der systematischen Ermordung dieser Menschen spielten die Befehle der deutschen Wehrmacht und der Zivilverwaltung eine große Rolle. #2August #NaBister
Im März war der Alfred Ullrich bei uns zu Gast. Der 1948 als Sohn eines Deutschen und einer Sintezza in Wien geborene Künstler sprach mit uns über sein Leben. Im Video erzählt er eine von seinen zahlreichen Anekdoten …
Ein Projekt der #Bildungsagenda_NS_Unrecht, gefördert durch das Bundesfinanzminsterium und die @evzfoundation@social.bund.de