Den Rumpf wieder über 90° in der Hüfte beugen dürfen, heisst auch, angelehnt im Bett die Beine wieder anziehen und aufstellen zu können. Denken Sie sich hier einen glücklichen Seufzer hin.
5Kaffeespaeter
• Mehr Quatsch für die Welt! •
☆ Ruhrgebiet
° Im Bällebad der Buchstaben °
Über mich? Ich bin immer beides.
• Zu müde für Inszenierungen •
In der Klinik gewesen. Zeit- und OP-Pläne gewälzt, als "Ausnahme" deklariert worden und schlussendlich fast punktgenaue Landung bei meinem Wunschtermin.
Jetzt also bald OP2, Zeit für Panik.
=D
Termin zum Auftaktgespräch für OP2 heute vereinbart. Wenn alles so weiterläuft und ein freier OP Saal zu kriegen ist, liege ich noch nächsten Monat auf dem Tisch.
Wie nah Panik und Freude beieinander liegen können.
Ich finde meine Gefühlsschwankungen zwischen kicheriger Fröhlichkeit, weil der Termin heute wirklich gut war und noch eine potentielle, im Raum stehende zusätzlich Diagnose ausschließen konnte und der apokalyptischen Panik beim Gedanken an noch eine Runde OP mit Komplikationsrisiko selber so funny, dass ich allein darüber schon so lachen muss, dass ich sofort wieder bei kicheriger Fröhlichkeit bin.
Ich bin ein Launen Perpetuum Mobile.
Wenn Abends der gelbe Sack an die Strasse muss, der netterweise vom Nachbarn dort hingetragen wird, muss man vorher noch die Eispackung leer essen, so will es das Gesetz.
Es ist kalt. Ich friere. Das führt unweigerlich dazu, dass ich Laune kriege. Ich werde jetzt also etwas gegen Kälte und für Laune tun müssen, bevor ich diesen Tag doof finden muss.
Fangen wir mit angemessener Kleidung an. Ist Mütze im Bett unangebracht?
Mir ist gerade aufgefallen, sollte ich mal in die Situation kommen, euch unauffällig wissen zu lassen, dass ich entführt wurde, habe ich ja gleich ein mannigfaltiges Potpourri an Sätzen, die bei euch sofort und zweifelsfrei sämtlich Alarmglocken bimmeln lassen sollten.
"Hach, erstmal schön Socken anziehen, wie kuschelig!"
"Ich freu' mich so, endlich Herbst"
"Oh, wie schön, es schneit!"
Das Gewitter zieht leise grollend seitlich an mir vorüber.
Den Tag bisher gefangen in Telefonwarteschleifen. Arztpraxen, Dringlichkeitscodes, diesdas.
Dann ewig lang in der 116117 Schleife festgesteckt und an eine sehr unfreundliche, ruppige Dame geraten, die auch offensichtlich wirklich keinen Bock hatte, nach einem Termin zu suchen.
Das Universum griff ein, die komplette Telefonanlage der 116117 fiel aus, alle Gespräche wurden getrennt. Irgendwann ging es wieder, ich geriet an eine total nette Dame und die fand einen Termin für mich.
Besuch aus Bayern im Büro. Ich schwanke sekündlich zwischen komplettem Unverständnis und Dialektfaszination. Dabei bemühen sie sich, zumindest glaube ich das, gerade wirklich, verständlich zu sprechen. Es ist zu putzig.
Ich würde es wirklich begrüssen, könnte ich mich heute ganz in Ruhe bei einem Cocktail mit meinem Hirn an die Bar setzen.
Und ihm erklären, dass es jetzt bitte keinen Hyperfokus auf das Problem haben muss, nur weil uns medizinisches Fachpersonal gesagt hat, dass es WIRKLICH Scheisse ist und wir die ganze Zeit Recht hatten.
In other words: seit ich weiss, wie Scheisse es ist, fühlt es sich nochmal deutlich beschissener an. Was ich daraus mache, weiss ich auch noch nicht.
Wenn man Montags mit dem selben Mist wieder anfängt, mit dem man den Donnerstag beendet hat, reicht es gegen Mittag dann auch schon wieder mit dem Tag.
Dieser Fachartzterminmangel, ne? Ich könnte wirklich gerade alles anzünden.
Es gibt ein neues Schwimmbad in vertretbarer Entfernung. Kann mich nicht entscheiden, ob ich heute auf neu oder bekannt setzen soll.