FrauFrohmann
Autorinnen-Newsletter: https://steadyhq.com/de/umsehenlernen
Bücher: https://frohmannverlag.de/collections/christiane-frohmann
Aktuelles Mindestens-eines-Kalenderblatt: https://frohmannverlag.de/blogs/frohmann/mindestens-eines
Autorin von @PGExplaining@mastodon.art
Verlegerin bei @Frohmann@literatur.social
Ich arbeite.
Ich zahle Steuern.
Ich möchte gern politisch nicht mehr verarscht werden.
Ich möchte, dass auch Menschen, die nicht arbeiten können, politisch nicht verarscht werden.
Ich möchte, dass es grundlegend anders läuft: sozial und ökologisch gerecht.
Da ich kein Auto oder Konzern bin und mich deshalb akut von der Klimapolitik der Bundesregierung bedroht fühle, spare ich jetzt auf eine Brunnenbohrung im Garten – eine sehr tiefe.
Ich kann mich noch gut erinnern, wie Ja-aber-Menschen vor zehn Jahren sagten: »Also, Wasser wird in Deutschland nie ein Problem sein, hahahahaha«. (Denen gebe ich dann nichts zu trinken ab aus meinem Brunnen, euch schon.)
Alte Statussymbole: teure Autos, Häuser, Yachten
Neues Statussymbol: dein Wohnort brennt noch nicht
Wenn es nicht die nächste privilegierte Scheiße wäre, hätte ich vor ungefähr drei Jahren ganz mit Social Media aufgehört. So wie es mir früher neue Formen von echter Freude und echtem Leben gebracht hat, macht es mich heute meist wütend, müde, krank.
Soziale Medien werden aber nur dann zu dem demokratiestärkenden, nützlichen, nicht ganz so drogigen Werkzeug werden können, wenn Menschen bewusst daran mitarbeiten. (Seufz.)
In ein paar Tagen gehe ich wieder eine Weile offline.
Vor ein paar Tagen las ich morgens um vier Uhr in der DB-Navigator-App: »Verbindung nicht mehr fahrbar.« Es war mein gebuchter Zug, der einzige, mit dem ich meinen Flug erreichen konnte.
Mir kamen die Tränen, ich wollte schon umkehren (Plan kaputt, Geld weg etc.), bin dann aber doch los, um vielleicht noch mit irgendwelchen Tingeltangelverbindungen in die Stadt mit dem Flughafen zu gelangen. Könnte ja sein, dass der Flug Verspätung haben würde. Selbstbild: ziemlich irrational. 1/2
Mitte Juli, wenn das Internet sich leer anfühlt
RE: @ChristianeFrohmann@literatur.social
Ich schreibe die Liste nicht mehr jeden Tag, sondern nach Kraft und Inspiration, lasse jetzt alle Ideen in den nächsten Kalender fließen – sorry, finde Posten neuer Inhalte in Social Media gerade nicht so gesund FÜR MICH PERSÖNLICH –, aber ansonsten stimmt das Konzeptionelle so noch.
Die negativen Konsequenzen müssen die Seite wechseln.
RE: @Frohmann@literatur.social
Der Mindestens-eines-Kalender 2026 ist ausverkauft.
Der Kalender für 2027 kommt im September. Wer den Bestellbeginn für den neuen Kalender nicht verpassen will, kann den Verlagsnewsletter abonnieren.
Mindestens eines davon bis Mitternacht:
- nie vergessen, dass dich mehr mit denen, gegen die gehetzt wird, verbindet als mit Herrn Merz
- von etwas Schädlichem Abstand nehmen
- Welt als Zeitzeugin betrachten
- Lieblingsrezepte naher Personen sammeln
- perfektes Sandwich machen
Mindestens eines davon bis Mitternacht:
- überlegen, wem deine Arbeit nützt
- eigenen To-go-Becher und -Besteck in der Tasche haben normalisieren
- Buch in der Tasche haben normalisieren
- das erste Picknick der Saison planen
- ein Gesicht zum Leuchten bringen
Gestern habe ich live miterlebt, wie dieses ICH BIN EIN WEISSER CIS MANN UND ICH WERDE GECANCELT abläuft. Man geht auf die Bühne, wo man einen der raren Plätze für Auftritte im gehobenen Kulturbetrieb bekommen hat, reiht misogyne hot takes aneinander, sagt dann: JAJA, JETZT WERDE ICH GEHASST.
Erste krass getriggerte Personen werden bleich und gehen dann raus. Er: JAJA, DABEI STEHE ICH FÜR EINHEIT, NICHT FÜR SPALTUNG.
Die sehr nette, sehr alte Nachbarin nennt den etwas streitlustigen Nachbarn »Panik-Otto«. Gutes Lebensziel: kein Panik-Otto werden.
Vorschlag: Deutsche suchen sich mal wieder ein sympathischeres Hobby als Morddrohungen.
Merz hat durchaus etwas erreicht: die schlimmste Partei zur stärksten gemacht. Fahrlässige Demokratietötung.
Stell dir vor, du bist auf der Rückseite des Mondes, erlebst den vermutlich erhabensten Moment deines Lebens und und musst dabei ausgerechnet mit IHM telefonieren.
Ich will nur noch schlafen, vermutlich, weil Bewusstlosigkeit die erträglichste Weltbewältigung gerade ist. Ich schlafe und schlafe und wache immer noch müder auf.
Mindestens eines davon bis Mitternacht:
- sinnvollen Widerstand wie einen Muskel trainieren
- Stadttauben entdämonisieren
- rausgehen, die zweite Schicht Kroken begrüßen
- ein neues Auberginengericht lernen
- eine Freude sein und haben
Geheimtipp für die SPD, um aus der Krise zu kommen: die Interessen der Arbeitenden vertreten. Gern geschehen.
Ab Juli schreibe ich meinen nächsten Roman. Auf dem Cover wird eine Katze zu sehen sein. Das Bild mit der Katze gibt es in echt, es wird eine zentrale Bedeutung im Buch haben. Alles andere ist dieses Mal komplett fiktional.
Die Katze ist nicht Laser, sondern unbekannt. Hoffentlich kann ich die Kosten für das Gemälde mit der Katze von der Steuer absetzen, dafür habe ich mir schließlich den ganzen Plot ausgedacht. Natürlich ist die Katze eine Metapher, aber es gibt natürlich keine Metaphern mehr.
Kennt ihr das, wenn euch eine Person eine derart snobistische Reply schreibt, dass ihr euch instant vorstellen könnt, was 1789 mit ihr passiert wäre.
Neue Folge von Umsehen lernen. Abonniert kostenlos, dann bekommt ihr sie geschickt.
Gartendenken | Kätzchen und Häherchen | Der unheimliche Baby-Mann | Ein Zitat von Safae el Khannoussi | Wildschweine in der City | Schokoladendach | Neues Vanitas-Symbol
Die Hummeln haben sich dieses Jahr ihr Nest in der maroden Haustreppe gebaut, and I think that's beautiful.
Mehr als eines davon bis Mitternacht:
- Solidarität ohne aber zu deiner Haltung machen und einüben
- Demo-Links teilen
- Freund_innen und Bekannte persönlich zur Demo einladen
- zur Demo gehen
- nach der Demo gemeinsam was gönnen (wer genug Geld hat, lädt ein)
#MindestensEines
Demonstration gegen sexualisierte und digitale Gewalt:
BERLIN
BRANDENBURGER TOR
HEUTE, 22.3.2026
16:00
Bitte teilt, ist viel zu wenig sichtbar, dabei gibt es ein großes Programm (auf Instagram viel sichtbarer)
Teilt bitte unbedingt auch Info zu Demos in anderen Städten.
RE: @Frohmann@literatur.social
Kommt zur Premiere und diskutiert mit uns. Bei dem Projekt bin ich nicht nur als Verlegerin, sondern auf einer Meta-Ebene auch als Autorin beteiligt. Am Abend erzähle ich euch, wie. Nein, vermutlich tut es eher Coco Putz.
Lebenslauf-Update:
Von 2011 bis 2025 versuchte ich als Verlegerin, Autorin und Vortragende erfolglos, zwischen klassischer und digitaler Publishing-Sphäre zu vermitteln. Mein neuestes Projekt ist die erfolglose Vermittlung zwischen GenX und GenZ.
1/2
Bei jeder Newsletterfolge, die ich – grundsätzlich nach meiner regulären Bettzeit – fertigstelle und versende, staune ich, wie viele Menschen den dann gleich öffnen. Aber ich lieb's natürlich auch, dass ihr gleich lest.
Große Vorfreude auf das Bühnengespräch morgen in Hamburg mit @mahaelhissy@zirk.us, Maryam Aras und Alina Buchberger.
https://kampnagel.de/produktionen/das-kritikable-queertett-7
Hamburg, heute – Jubiläumsausgabe des Kritikablen Queertetts mit @mahaelhissy.bsky.social, Maryam Aras und mir, moderiert von @Alina Buchberger..
https://kampnagel.de/produktionen/das-kritikable-queertett-7