Admina_J
mastodon 4.7.2+glitchSeit September 2023 auf Facebook bei AFP Deutschland zugange, positioniere ich mich klar und deutlich gegen Faschos und deren Steigbügelhalter. Hier gilt Platzverweis für Nazischeiß :)
Wir Deutschen machen wieder zu oft und zu lange blau.
Man diskutiert. Über Karenztage. Über Lohnfortzahlung.
Arschamöben und Sesselfurzer, die keinen einzigen Tag lang wirklich körperlich gearbeitet haben. Die wohl größtenteils privat versichert sind.
Könnte ein bisschen nach hinten losgehen.
Stichwort Pflegeberufe.
Pflegerin Anna fühlt sich eigentlich nicht ganz wohl. Bauchkrämpfe, Übelkeit. Da sie jedoch alleinerziehend ist, ist sie auf jeden Cent angewiesen, vor allem jetzt, wo alles teurer wird.
Sie würde sich zwar lieber auf die Couch legen, aber das kann sie sich nicht leisten. Also geht sie arbeiten.
Sie steckt ihre Kollegen an. Das Magen-Darm-Virus überträgt sich auch weiter auf die Patienten, die sowieso bereits geschwächt sind.
Das Ergebnis? Kollateralschaden.
Aber auch in der Wirtschaft ist es nicht ohne. Überall, wo Menschen eng zusammenarbeiten, sind solche Überlegungen gefährlich. Nicht nur die Ansteckungsgefahr, auch verschleppte Erkrankungen können sehr gefährlich werden. Bei mir wurde eine simple Bronchitis zur doppelseitigen Nierenbeckenentzündung. Mein ehemaliger Chef, der sich immer mit Grippostad gedopt und weitergearbeitet hat, kam mit Hinterwandinfarkt ins Krankenhaus.
Auch die 70% Krankengeld sind spürbar. Vor Jahren hatte ich eine Rotatorenmanschettenruptur. Nach der OP war ich krank geschrieben. Ich habe dann viel zeitiger als geplant wieder angefangen zu arbeiten und erhielt prompt einen Anruf von der Krankenkasse. "Frau J, wieso arbeiten Sie schon wieder? Das sollten Sie doch noch nicht!" Ich habe dann der Dame freundlich erklärt, dass ich es mir nicht leisten kann, noch länger Krankengeld zu erhalten. Da war sie sehr schnell sehr still.
Ich habe "nur" einen Bürojob. Meine Kolleginnen haben damals gut auf mich aufgepasst. Aber was, wenn es nicht so ist? Was, wenn man noch lange nicht soweit ist?
Die Armen haben keine Lobby. Die Kranken haben keine Lobby. Die Migranten haben keine Lobby.
Die Reichen schon.
Finde den Fehler.
"Neben der Verteilung des Wohlstandes hätten Finnen eine hohe Lebenserwartung und einen guten Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung, so De Neve. Und: ein starkes soziales Netz. »Sie vertrauen einander und dem Staat. Genau diese Dinge unterscheiden Finnland etwa von Deutschland."
So heißt es im Weltglücksbericht.
Ein Satzbestandteil fällt sofort ins Auge. "... und dem Staat. Genau diese Dinge unterscheiden Finnland etwa von Deutschland." Stimmt.
Dem Staat vertrauen.
Einem Staat, dessen Regierung von Lobbyismus und Korruption zerfressen ist? In dem hochrangige Politiker tun und lassen können, was sie wollen - ohne Konsequenzen befürchten zu müssen?
Dem Staat vertrauen.
Einem Staat, dessen Bundeskanzler Menschen beleidigt, die auf die Straße gehen, um gegen den Rechtsruck zu protestieren? Der Bauern mit Treckern ernster nimmt als junge Menschen, die für mehr Klimaschutz eintreten wollen?
Dem Staat vertrauen.
Einem Staat, der nach oben buckelt und nach unten tritt? Bei dem ich mir nicht sicher sein kann, dass ich auch weiterhin ein soziales Netz habe, das mich im Notfall auffängt? Einem Staat, dessen Menschlichkeit nur für Deutsche gilt?
Dem Staat vertrauen.
Mit einer Wirtschaftsministerin, die inkompetenter nicht sein könnte und der die Zukunft egal ist? Mit einem Bundeskanzler, der die Menschen in diesem Land als faul beschimpft und der die sozialen Errungenschaften am liebsten sofort komplett aufheben möchte?
Dem Staat vertrauen.
Einem Staat, der zulässt, dass sich ein Ministerpräsident als Foodblogger betätigt und damit Steuergelder verschwendet? Einem Staat, der kein Problem damit hat, dass der CDU-Vorsitzende Steuergelder in Milliardenhöhe verschwendet hat?
Dem Staat vertrauen.
Einem Staat, der es nicht auf die Reihe bringt, die AfD endlich zu verbieten? Einem Staat, der lieber gegen die Antifa hetzt und angebliche gefährliche Linksradikale, und der NGOs abschaffen will?
Dem Staat vertrauen.
Einem Staat, dessen Politik vor allem aus Arschkriecherei bei den Konzernen besteht, oder aus Hetze gegen die Grünen, die versucht haben, das Ruder herumzureißen? Einem Staat, dem die Wirtschaft wichtiger ist als alles andere, die Reichen müssen noch reicher, die Armen noch ärmer werden?
Dem Staat vertrauen.
Ja, das wäre schön. Würde ich gern tun, wenn ich denn wüsste, dass dieser Staat alles tut, damit es mir gut geht. Mir, und allen anderen hier. Egal, welche Hautfarbe, egal, welcher Herkunft.
Admina J
Hallo und herzlich willkommen hier auf meinem Mastodon-Profil.
Ich möchte mir hier ein zweites Standbein schaffen und mich so nach und nach von Meta zurückziehen. Bitte habt Geduld mit mir, ich muss das hier erst einmal lernen - und ich bin ja nicht mehr die Allerjüngste 😅
Wer mich von Facebook her kennt, weiß, dass ich mich klar gegen die AfD und alle, die ich als Feinde unserer Demokratie sehe, positioniere. Das betrifft wohl die meisten Beiträge von mir. Allerdings wird es auch unpolitischen Content geben, persönliche Geschichten und auch Lustiges.
Wie auch immer, ich freu mich!
Wir haben 2026.
Seit Jahren tobt der Krieg in der Ukraine. Putin würde gern sein Großreich Russland Richtung Westen vergrößern.
Auf der anderen Seite tobt das Trumpelstilzchen und würde gern Europa für sich beanspruchen.
In Deutschland tobt die AfD. Sie versucht, das alte Programm von 1933 wieder neu zu starten. Viel zu viele fallen auf die Parolen rein, genauso wie damals.
Pikant an der Geschichte ist, dass die AfD von beiden Seiten Unterstützung bekommt und nach beiden Seiten Informationen liefert. Offen. Interessiert von den Wählern nur keinen.
Und die Regierung? Zuckt die Achseln und beschimpft diejenigen, die das System am Laufen halten, als faul, nebenbei benennt sie uns Antifaschisten als Staatsfeinde.
Die Kacke ist am Dampfen. Die Welt driftet nach rechts, die Installation „Faschismus“ läuft und ist fast abgeschlossen. Auch wenn bei uns keine Bomben fallen, noch nicht – es herrscht Krieg.
Ich habe darauf keinen Bock. Ich würde mich lieber unvoreingenommen auf den Frühling freuen, auf den Urlaub mit meinem Freund in zwei Wochen. Viel lieber würde ich mir auf Facebook Videos von frechen Katzen anschauen, oder Rezepte für Käsekuchen.
Ich gebe zu, ich wäre gerne unpolitisch. Würde mich nur um mich selbst, meine Familie und Freunde und den Kater kümmern. Doch der Zug ist abgefahren. Nichts ist mehr unpolitisch. Selbst wenn du einen Waldspaziergang machst und das Baumsterben siehst. Wenn du einkaufen gehst und die Preise siehst. Wenn du arbeiten gehst und auf deine Gehaltsabrechnung schaust. Wenn du im Garten Unkraut jätest und darüber nachdenkst, wann es eigentlich zum letzten Mal geregnet hat.
Wenn du dich einfach nur umschaust.
Alles ist politisch. Und es ist deine verdammte Pflicht, dich zu positionieren. Du kannst nicht mehr sagen, dass es dich nichts angeht, dass du davon nichts wissen willst. Was heute entschieden wird, kann dich morgen betreffen. Oder deine Arbeit. Deine Familie. Deinen besten Freund.
Die Ausländer, die abgeschoben werden, betreffen dich nicht?
Oh, doch! Da ist dein Arzt dabei. Der, der immer ein offenes Ohr für dich hatte.
Ach ja, und dein Lieblingskurierfahrer, der sich immer nach deiner Katze erkundigt.
Die Reinigungsfrau aus der Firma.
Ali von nebenan, mit dem du gern ein Bierchen trinkst.
Wirst du sie vermissen?
Völlig richtig, was Trump in Amerika macht? Nun, du hast sowieso nicht vor, dorthin zu fliegen.
Aber dein Sohn, der provokante Bilder auf dem Handy hat und festgenommen wird.
Du findest Regenbögen doof und diese Anbiederung an queere Minderheiten überflüssig? Alle psychisch krank, sagst du?
Bis dir deine Tochter erzählt, dass sie eine Frau liebt.
ALLES ist politisch. Nicht nur das Kreuz auf dem Wahlzettel ist wichtig, sondern auch deine Haltung.
In der Straßenbahn wird ein Schwarzer rassistisch beleidigt? Es könnte Ali sein.
Du liest von einem schwulen Pärchen, das angegriffen wurde? Es könnte deine Tochter sein.
Es ist jetzt schon schlimm, aber wenn eine AfD an die Macht kommt, wird es noch viel schlimmer.
Wir müssen begreifen, dass es auf jeden einzelnen von uns ankommt. Nur so können wir unsere Demokratie retten.
Wir haben 2026. Wir können es uns nicht mehr leisten, unpolitisch zu sein.
Meine Jungs waren 11 und 9 Jahre alt, als das Album "Auswärtsspiel" von den Toten Hosen rauskam. Sie hatten "Steh auf, wenn du am Boden bist" gehört und beknieten uns, dass wir dieses Album kaufen sollten. Meine Antwort, "die Toten Hosen kommen mir nicht ins Haus", hab ich sofort revidiert, als ich "Nur zu Besuch" gehört habe.
Seitdem bin ich Hosen-Fan. Auch, weil die Hosen klar gegen Nazis stehen.
Wie ist das bei euch? Würdet ihr eine Band supporten, die sich eher rechts positionieren, weil ihr halt die Musik "immer schon gemocht habt"?